Lockere Geldpolitik: Fed setzt Anleihekäufe fort

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Lockere Geldpolitik: Fed setzt Anleihekäufe fort

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Fed-Chef Ben Bernanke hatte angekündigt, das Programm zum Kauf von Staatsanleihen und Immobilienpapieren bis Mitte 2014 auslaufen lassen zu wollen. Wann die Fed mit dem Ausstieg beginnt, ist weiter offen.

Die weltweit größte Volkswirtschaft kommt in Schwung. Die Notenbank der USA gibt trotzdem jeden Monat 85 Milliarden Dollar zur Belebung der Konjunktur. Auch am Leitzins soll vorerst nicht gedreht werden.


Trotz Anzeichen für eine Erholung der US-Wirtschaft setzt die Notenbank Fed ihre milliardenschweren Anleihenkäufe zunächst unvermindert fort. Auch weiterhin kauft die Federal Reserve monatlich im Umfang von insgesamt 85 Milliarden Dollar (63,6 Milliarden Euro) langfristige Staatsanleihen und Immobilienpapiere, wie schon seit September vergangenen Jahres. Das teilte die Fed am Mittwoch am Ende ihrer zweitägigen Sitzung mit.

Auch die Geldschleusen sollen vorerst weit geöffnet bleiben. Wie von Ökonomen erwartet, bleibt der Leitzins auf dem historischen Niedrigstand zwischen 0 und 0,25 Prozent. Auf diesem Rekordtief liegt er seit Ende 2008. Erst wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent gefallen ist und sich „substanziell“ verbessert hat, will sich die Fed von der sehr lockeren Geldpolitik abwenden. Das hatte Fed-Chef Ben Bernanke vor Vertretern des Repräsentantenhauses gesagt.

Derzeit liegt die Arbeitslosenquote über 7,6 Prozent. Trotz der Bemühungen von US-Präsident Barack Obama, neue Arbeitsplätze zu schaffen, sind Millionen Amerikaner immer noch ohne Job. Ende 2012 hatte die Fed ihre Zinspolitik an die Quote gekoppelt. Eindeutige Hinweise für Anleger, ob und wann die Fed ihre Billiggeld-Flut zur Stützung der Wirtschaft abebben lässt, gab es nicht.

Allerdings gibt es im Arbeitsmarkt erste Anzeichen auf Erholung. Die Beschäftigung im Privatsektor stieg im Juli unerwartet: 200.000 neue Stellen wurden im Monatsvergleich geschaffen, wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) mitteilte. Das ist der stärkste Zuwachs in diesem Jahr. Bankenvolkswirte hatten nur mit 180.000 neuen Jobs gerechnet. Auch der Anstieg seit dem Vormonat wurde um 10.000 Stellen nach oben korrigiert.

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Gleichzeitig deutet das steigende Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA nach Vermutungen von Volkswirten darauf hin, dass die lockere Geldpolitik der Fed bald ein Ende haben könnte. Von April bis Juni legte das BIP um 1,7 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Ökonomen waren zunächst von 1,0 Prozent ausgegangen. Allerdings wurde das Wachstum des ersten Quartals nachträglich nach unten korrigiert: Zum Jahresbeginn blieb die US-Wirtschaft hinter älteren Schätzungen zurück und wuchs nur um schwache 1,1 Prozent.

Unklar blieb weiterhin, wann über die Nachfolge von Fed-Chef Ben Bernanke entschieden wird. Der Sprecher des Weißen Hauses Jay Carney sagte, bis zum Herbst werde es in der Personalie keine Ankündigungen geben.

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