
New York/TeheranDer Iran will wegen der Sanktionen von EU und USA einem Zeitungsbericht zufolge mehr Öl an andere Länder wie Indien und China verkaufen. Wie die „Financial Times“ (FT) am Montag berichtete, bietet die Regierung in Teheran möglichen Abnehmern täglich rund 500.000 Barrel zusätzlich zum Kauf an. Das Blatt berief sich auf zwei Branchenexperten, die mit den Verhandlungen vertraut sind.
Das Öl wäre dem Bericht zufolge zur Lieferung ab April vorgesehen. Einen Preisnachlass wolle der Iran aber nicht gewähren. Sollte das Land bis Mitte März keine Abnehmer finden, wäre der Iran gezwungen, die unverkauften Barrel zwischenzulagern oder die Produktion zu drosseln.
Iran ist der zweitgrößte Produzent in der Opec. Am Sonntag kündigte die Islamische Republik an, wegen der Sanktionen die Öllieferungen nach Großbritannien und Frankreich zu stoppen. EU und USA wollen den Iran mit den Sanktionen im Streit über sein Atomprogramm zum Einlenken bewegen. Dem Land wird vorgeworfen, heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran bestreitet dies. Unterdessen trafen UN-Inspektoren in Teheran ein. Dort sollen die politischen Gespräche zur Beilegung des Atomstreits fortgesetzt werden.













