Menschenrechtler: Snowden bittet um Asyl in Russland

Menschenrechtler: Snowden bittet um Asyl in Russland

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Ein Porträtfoto zeigt den NSA-Whistleblower Edward Snowden.

Der flüchtige US-Computerspezialist Edward Snowdon will Asyl in Russland annehmen. Das meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf einen Teilnehmer eines Treffens mit Snowden im Moskauer Flughafen Scheremetjewo.

Grund sei, dass er nicht ausreisen könne, zitierte die Agentur Interfax Tanja Lokschina von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Der 30-Jährige wolle in Russland bleiben und habe um Hilfe beim Erstellen des Asylantrags gebeten. Kremlchef Wladimir Putin hatte Snowden am 1. Juli bereits Asyl angeboten - allerdings unter der Bedingung, den USA keinen Schaden zuzufügen. Putins Sprecher hatte daraufhin am 2. Juli erklärt, dass Snowden das Angebot abgelehnt habe. Demnach hatte er sich nicht auf einen Handel mit dem Kreml einlassen wollen.

Snowdon hält sich seit dem 23. Juni im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf. Die US-Regierung hatte zuvor seinen Reisepass für ungültig erklärt.

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Snowden war am 23. Juni aus Hongkong kommend in Moskau gelandet. Er soll sich seitdem im Transitbereich des Flughafens aufhalten. Wer sich in dieser Zone befinde, dürfe dort treffen, wen er wolle, sagte Minister Konowalow. Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, sagte, Snowden habe nicht um ein Treffen mit einem Kremlvertreter gebeten.


US-Whistleblower Snowden stellt Asyl-Antrag in Venezuela

Geht der US-Geheimdienstexperte Snowden nach Venezuela? Einen Asylantrag hat er gestellt und er ist willkommen. Die USA setzen weiter alles daran, ihn zu ergreifen.

huGO-BildID: 31899431 Indian protestors show their support for NSA leaker Edward Snowden at India Gate in New Delhi, India, Sunday, July 7, 2013. Snowden has found supporters in Latin America, including three countries who have offered him asylum. But many obstacles stand in the way of the fugitive NSA leaker from leaving a Russian airport - chief among them the power and influence of the United States. (AP Photo/Tsering Topgyal) Quelle: AP

Eingeladen waren hingegen unter anderem Vertreter der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) sowie der Vereinten Nationen, wie es hieß. Veröffentlicht wurde auch eine Liste mit den Namen der Eingeladenen.
Der Menschenrechtsbeauftragte der russischen Regierung, Wladimir Lukin, sagte, Snowden habe das Recht, politisches Asyl in anderen Ländern zu beantragen. Mehrere Kandidaten für die Zusammenkunft wie etwa Transparency International teilten mit, dass sie nicht an dem Treffen teilnehmen würden.
Tanja Lokschina von HRW sagte hingegen zu. „Wir denken, dass Snowden einen Grund hat, um Asyl zu beantragen“, sagte sie. Sergej Nikitin von Amnesty International forderte mit Verweis auf die in den USA mögliche Todesstrafe, dass kein Land Snowden an Washington ausliefern dürfe.
Lokschina veröffentlichte auch die Einladung Snowdens. Darin bedankt er sich für die Asylangebote mehrerer Länder und dafür, dass sie den Einschüchterungsversuchen der USA widerstanden hätten. „Sie haben den Respekt der ganzen Welt verdient“, schrieb Snowden demnach.

Unter anderem hatte ihm Venezuela Asyl angeboten. Der US-Bürger hat sich bisher aber nicht geäußert, welches Angebot er annehmen will. Snowden warf den USA vor, gegen die Menschenrechte zu verstoßen, weil sie sein Asylgesuch verhindern wollten. „Das Ausmaß dieses drohenden Verhaltens ist ohne Beispiel“, hieß es in dem Schreiben.
Die USA erhöhen unterdessen nach einem Bericht der „New York Times“ den politischen Druck auf mögliche Asylländer Snowdens. Die US-Botschaften in Lateinamerika würden bei Gesprächen darauf hinweisen, dass eine Aufnahme des „Verräters“ schwere Folgen für die bilateralen Beziehungen haben werde, schrieb das Blatt.

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Der „Washington Post“ zufolge ist der US-Geheimdienst NSA äußerst beunruhigt, dass Snowden sensible Akten über chinesische Spitzenpolitiker und andere wichtige Ziele veröffentlichen könnte. Der IT-Spezialist habe während seiner Arbeit bei der NSA Einblick in Hunderttausende Seiten hochvertraulicher Dokumente erhalten. Nun fürchte der NSA, dass andere Staaten aufgrund weiterer Enthüllungen etwa ihre Spionageabwehr verbessern könnten, berichtete die Zeitung.

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