Merkel und Sommer: „Euro-Zone braucht auch Wachstum“

Merkel und Sommer: „Euro-Zone braucht auch Wachstum“

, aktualisiert 14. Dezember 2011, 07:17 Uhr
Bild vergrößern

DGB-Chef Michael Sommer und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Quelle:Handelsblatt Online

Bundeskanzlerin Merkel und DGB-Chef Sommer pochen darauf, dass die Euro-Länder neben Haushaltsdisziplin auch Wirtschaftswachstum brauchen. Investitionen, etwa in intelligente Energienetze, seien in ganz Europa nötig.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel und DGB-Chef Michael Sommer pochen darauf, dass die Staaten der Euro-Zone neben Haushaltsdisziplin auch Wirtschaftswachstum brauchen. Investitionen etwa in intelligente Energienetze und ein Breitbandnetz auch in ländlichen Gebieten seien in ganz Europa nötig, sagte Merkel am Dienstag nach einem Gespräch mit Gewerkschaftsvertretern im Kanzleramt. „Das könnten zwei Bereiche seien, in denen wir Europa gerade was das Wachstums angeht, nach vorne bringen können“, sagte Merkel, ohne Details zu nennen. Zur Lösung der Schuldenkrise sei Schuldenabbau nötig, aber auch verstärkte staatliche Hilfen zur Ankurbelung der Konjunktur, sagte auch Sommer.

Merkel sagte, die Bundesregierung sei zur Wiedereinführung des Kurzarbeitergelds bereit, wenn dies nötig werde. Vorsorglich wolle man diesen Schritt aber nicht gehen, um kein Zeichen der Verunsicherung zu senden. Sommer lehnte eine vorsorgliche Wiedereinführung des Kurzarbeitgelds ab, das Firmen dazu bewegen soll, auch in Krisenzeiten Mitarbeiter nicht zu entlassen. „Insgesamt ist es wichtig, dass wir uns nicht eine Krise an den Hals reden, die wir noch nicht haben“, warnte er. Deutschlands Wirtschaft wachse noch immer. Am besten wäre es gewesen, die Kurzarbeiterregelung nicht auslaufen zu lassen.

Anzeige

In dem Gespräch über die Folgen der Krise in der Euro-Zone wurden aber auch die Differenzen deutlich. So pocht der Gewerkschaftsbund stärker als Merkel darauf, dass neben der nötigen Sparpolitik erhebliche staatliche Anstrengungen für Investitionen nötig seien. Die Staaten dürften nicht nur sparen, sondern müssten auch ihre Einnahmeseite verbessern, forderte Sommer. Auch das gehöre zu einer Fiskalunion. Der DGB stehe aber klar zum Euro und unterstütze die Maßnahmen, um ihn zu stabilisieren. „Da hat die Bundeskanzlerin unsere Unterstützung.“ Nötig sei aber eine engere Einbindung des Europäischen Parlaments.

Merkel begrüßte das Bekenntnis der Gewerkschaften zum Euro. Es sei sehr wichtig in der Krise, dass es einen engen Kontakt zwischen der Regierung und dem DGB gebe. Beide kündigten eine Fortsetzung des Dialoges an.

 

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%