Michael-Brown-Demo: Schüsse bei Gedenkmarsch in Ferguson

Michael-Brown-Demo: Schüsse bei Gedenkmarsch in Ferguson

In Ferguson erinnern Hunderte an den vor einem Jahr getöteten Schwarzen Michael Brown. Bei Zusammenstößen mit der Polizei fallen Schüsse, mindestens ein Demonstrant wird verletzt.

Nach dem Gedenken an den vor einem Jahr erschossenen Michael Brown sind in der US-Stadt Ferguson (Missouri) in der Nacht zum Montag mehrere Schüsse gefallen. Dies berichtete die Polizei von St. Louis über den Kurznachrichtendienst Twitter. Einer ihrer Beamten sei unter „heftigen Beschuss“ gekommen, meldete die Polizei und veröffentlichte dazu unter anderem ein Foto, das eine durchschossene Frontscheibe eines Autos zeigte.

Ein Journalist der „New York Times“ berichtete, dass Beamte hinter Fahrzeugen in Deckung gegangen seien. Hubschrauber kreisten über dem Geschehen. Es blieb zunächst unklar, wer die Schüsse abgegeben hatte.

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Zuvor war friedlich an den von einem weißen Polizisten erschossenen schwarzen Jugendlichen Michael Brown erinnert worden. Für Montag riefen mehrere Gruppen zu einem Tag des zivilen Ungehorsams auf. Der Tod des unbewaffneten Teenagers am 9. August 2014 hatte Unruhen und Demonstrationen gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt ausgelöst.

Krawalle in Ferguson Ferguson wird zur Zerreißprobe für Amerikas Gesellschaft

Die Wut der Schwarzen in Ferguson hat ihre Wurzeln auch in düsteren wirtschaftlichen Perspektiven. Der Amerikanische Traum ist für die meisten unerreichbar - während weiße Topverdiener so reich sind wie nie zuvor.

huGO-BildID: 40444646 A person poses for a photo for his friend in front of a burning Title Max Loans business along W. Florissant Ave., Monday, Nov. 24, 2014, in Ferguson, Mo. The building and several others in and around Ferguson were burned during protests after a grand jury decided not to indict a white police officer in the killing of unarmed black 18-year-old Michael Brown. (AP Photo/St. Louis Post-Dispatch, Laurie Skrivan) EDWARDSVILLE INTELLIGENCER OUT; THE ALTON TELEGRAPH OUT Quelle: AP

Brown war unbewaffnet, als er am 9. August 2014 von dem weißen Polizisten erschossen wurde. Es folgten Proteste und teils schwere Unruhen in Ferguson. Kurz vor dem Jahrestag hatte ein weißer US-Polizist erneut einen unbewaffneten Afroamerikaner erschossen. Der „Washington Post“ zufolge gab es seit Browns Tod 24 solcher Fälle.

Der kurz vor dem Jahrestag in Texas getötete Student war nach Polizeiangaben am frühen Freitagmorgen in der Stadt Arlington mit seinem Wagen durch die Scheibe eines Autohauses gefahren. Zwei Beamte seien wegen eines mutmaßlichen Einbruchsdeliktes dorthin geschickt worden. Der 19-Jährige habe Aufforderungen der Beamten, sich zu ergeben, nicht Folge geleistet, zitierte der Sender CNN den Polizeichef von Arlington, Will Johnson. Anschließend sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, ein Beamter habe viermal geschossen.

Die Familie des getöteten Studenten, seine Universität und sein Footballteam reagierten betroffen und geschockt. Sein Vater sagte, was sein Sohn getan habe, sei nicht richtig gewesen. „Aber warum wurde ein unbewaffneter Mann erschossen? (...) Unbewaffnet, ein 19-Jähriger, und sie erschießen ihn?“

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