Michail Chodorkowski: Internationaler Haftbefehl gegen früheren Oligarchen erlassen

Michail Chodorkowski: Internationaler Haftbefehl gegen früheren Oligarchen erlassen

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Wird international gesucht: Der Kremlkritiker und frühere Öl-Milliardär Michail Chodorkowski.

Im Jahr 2013 wurde er nach zehn Jahren aus dem Arbeitslager entlassen, nun gibt es einen internationalen Haftbefehl gegen den früheren Oligarchen Michail Chodorkowski. Es geht um einen Mordfall aus dem Jahr 1998.

Im Zusammenhang mit Ermittlungen in einem mutmaßlichen Mordfall hat ein russisches Gericht gegen den früheren Oligarchen Michail Chodorkowski einen internationalen Haftbefehl erlassen. Es gehe um die Ermordung des Bürgermeisters der sibirischen Stadt Neftejugansk im Jahr 1998, sagte ein Polizeisprecher. Chodorkowski werde verdächtigt, die Tat in Auftrag gegeben zu haben. Der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, sagte, es lägen Beweise dafür vor. Die Motive seien finanzieller Art und hingen damit zusammen, dass Bürgermeister Wladimir Petuchow damals Steuerzahlungen von dem Erdölkonzern Yukos gefordert habe. Yukos-Chef war seinerzeit Chodorkowski. Er bestreitet die Anschuldigungen.

Chodorkowski gehörte zu den russischen Oligarchen, die in dem wirtschaftlichen Chaos nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion riesige Reichtümer angehäuft hatten. Später überwarf er sich mit Präsident Wladimir Putin und wurde 2003 wegen Steuerhinterziehung verhaftet. Yukos wurde zerschlagen, Chodorkowski kam ins Arbeitslager aus dem er 2013 entlassen wurde. Er bewertete den Prozess als politisch motiviert. Nach seiner Freilassung ging er in die Schweiz, derzeit lebt Chodorkowski meist in London.

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Russland Kreml beschuldigt Chodorkowski des Mordes

Der Fall um den erschossenen Bürgermeister der sibirischen Stadt Neftejugansk galt eigentlich als abgeschlossen. Im Juni wurde er überraschend wieder aufgenommen. Nun bezichtigt Moskau einen Kremlkritiker des Mordes.

Moskau lässt den Kreml-Kritiker zur Fahndung ausschreiben. Quelle: dpa

Am Dienstag war zudem bekanntgeworden, dass Büros der von Chodorkowski gegründeten Stiftung Open Russia in Russland durchsucht wurden. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte den Sprecher der Ermittlungsbehörde mit den Worten, die Durchsuchungen stünden im Zusammenhang mit einen Fall aus dem Jahr 2003, in den Chodorkowski und dessen Partner verwickelt gewesen seien. Dabei gehe es um die Privatisierung des Bergwerks- und Düngemittelunternehmens Apatit, die vom Staat als illegal eingestuft wurde. Die Stiftung Open Russia veröffentlicht Berichte über die Lage in Russland und setzt sich für freie Wahlen ein.

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