Milliarden-Streit um Eurofighter: Österreich will sich mit Airbus einigen

Milliarden-Streit um Eurofighter: Österreich will sich mit Airbus einigen

, aktualisiert 27. Juli 2017, 15:18 Uhr
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In seiner Zeit in der Wirtschaft habe er gelernt, dass es immer besser sei, ein Gerichtsurteil zu vermeiden.

Quelle:Handelsblatt Online

Österreich arbeitet im Streit mit Airbus um den Kauf von Eurofighter-Kampfjets auf eine außergerichtliche Einigung hin. Bundeskanzler Kern äußerte sich entsprechend. Im Februar hatte das Land Klage eingereicht.

WienÖsterreich strebt im Streit mit Airbus über einen früheren milliardenschweren Kauf von Eurofighter-Kampfjets eine außergerichtliche Einigung an. „Wir haben jetzt konstruktive Ansatzpunkte, um mit Airbus ins Gespräch zu kommen“, sagte Österreichs Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). In seiner Zeit in der Wirtschaft habe er gelernt, dass es immer besser sei, ein Gerichtsurteil zu vermeiden. Daher werde man sich um eine außergerichtliche Einigung bemühen, sagte der Kanzler. Von Airbus war vorerst keine Stellungnahme zu erhalten.

Österreich hatte im Februar bei der Staatsanwaltschaft Wien Strafanzeige gegen zwei Airbus-Unternehmen wegen des Verdachts auf Betrug eingereicht und verlangt Schadenersatz. Das österreichische Verteidigungsministerium wirft Airbus sowie dem in München ansässigen Eurofighter-Konsortium vor, sowohl über den Kaufpreis als auch über die Lieferfähigkeit und Ausstattung der Jets in betrügerischer Absicht getäuscht zu haben. Der mögliche Schaden wurde mit bis zu 1,1 Milliarden Euro beziffert. Airbus wies die Anschuldigungen zurück.

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Sowohl der Kauf der Abfangjäger für knapp zwei Milliarden Euro als auch die Gegengeschäfte waren wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen und Scheingeschäfte in die Schlagzeilen geraten. Staatsanwälte in München und Wien nehmen den umstrittenen Deal schon seit Jahren unter die Lupe. Auch Airbus-Chef Thomas Enders ist in diesem Zusammenhang ins Visier der Strafverfolger geraten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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