Misstrauensvotum: Montag entscheidet sich Abbotts Schicksal

Misstrauensvotum: Montag entscheidet sich Abbotts Schicksal

Australiens Ministerpräsident Tony Abbott stellt sich am Montag einem Misstrauensvotum, das ihn seinen Posten kosten könnte. Abgeordnete werfen Abbott einen autokratischen Führungsstil vor. Er bleibt optimistisch.

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Australiens Premier Tony Abbott stellt sich am Montag einer Parteirevolte

Der australische Premierminister Tony Abbott will sich bereits am Montag einem Votum über seine Führung der Liberalen Partei stellen. Mehrere Abgeordnete der Regierungspartei wollten ursprünglich am Dienstag über Abbotts Position als Vorsitzender abstimmen lassen. Der Premier selbst sagte jedoch am Sonntag, er wolle die Abstimmung vorziehen, um möglichen weiteren Schaden von den Liberalen abzuwenden.

Die Revolte hatte der Parlamentarier Luke Simpkins am Dienstag mit einer E-Mail an seine Parteikollegen gestartet. Darin schrieb er, er werde Abbott auf einem Parteitreffen am Dienstag auffordern, die 102 Abgeordneten über den Vorsitz abstimmen zu lassen. Sollte Abbott verlieren, müsste er nach australischer Tradition auch das Amt des Regierungschefs abgeben. Für die Abstimmung habe er ein Spezialtreffen am Montagmorgen (Ortszeit) einberaumt, sagte Abbott nun. „Das letzte, was Australien im Augenblick braucht, ist Instabilität und Unsicherheit.“

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Abbott ist in Australien unbeliebt

Nach etwa der Hälfte seiner ersten Amtszeit als Premierminister steht Abbott unter zunehmendem Druck, weil er in Meinungsumfragen überaus schlecht abschneidet. Abbotts Unbeliebtheit wird teils dafür verantwortlich gemacht, dass die konservative Regierungspartei große Verluste bei den Wahlen in den Staaten Victoria im November sowie Queensland im Januar einstecken musste.

Auslöser der Revolte war Abbotts Schritt, den britischen Prinzen Philip am Nationalfeiertag in Australien Ende Januar zum australischen Ritter zu ernennen. Dies sei „der endgültige Beweis“ dafür gewesen, dass der Premierminister die Verbindung zu den Menschen verloren habe, schrieb Simpkins seinen Parteikollegen.

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