Mitt Romney: Heuschrecke und Raubtierkapitalist?

Mitt Romney: Heuschrecke und Raubtierkapitalist?

von Tim Rahmann

Romney soll als Vorsitzender des Finanzinvestors Bain Capital tausende Jobs vernichtet haben. Dadurch wurde er zum Multi-Millionär. Dennoch zahlt er einen geringen Steuersatz als ein Großteil seiner Landsleute.

Der Kapitalismus habe Amerika groß gemacht, er sei das Gerüst des „American Dream“, erklärt eine Stimme im Off. Doch gierige Manager hätten den Kapitalismus missbraucht. Angestellt bei Private-Equity-Gesellschaften hätten sie Milliarden von US-Dollar verdient – auf dem Rücken des ehrlichen Arbeiters. So wie Mitt Romney.

28 Minuten dauert der Wahlkampf-Spot „When Mitt Romney came to town“, ein teuer gedrehter Dokumentarfilm. Er zeigt den Aufstieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten zum Multi-Millionär – und erhebt den Vorwurf, Romney sei eine Heuschrecke, die Zehntausende von Jobs vernichtet hätte.

Anzeige

Ärger um soziale Ungerechtigkeit wächst

Für Mitt Romney könnte es keinen schlimmeren Vorwurf geben. Schließlich stagniert die Arbeitslosigkeit in den USA auf hohem Niveau. Die Mittelschicht schrumpft, der Ärger um soziale Ungerechtigkeit wächst. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wird aller Voraussicht nach das zentrale Wahlkampfthema in diesem Jahr. Verdichten sich die Heuschrecken-Vorwürfe, dürfte Romney keine Chance auf den Einzug ins Weiße Haus haben.

Die parteiinternen Gegner hoffen gar, dass sie mit diesem Thema den Favoriten noch vom Thron stoßen und selbst in das Duell mit Barack Obama einziehen können. Allen voran Newt Gingrich, aus dessem Umfeld der Wahlspot kommt. Konkret wurde das Anti-Romney-Video von der Super-PAC „Winning our future“, einer Lobbygruppe, die den US-Republikaner Newt Gingirch unterstützt, finanziert und umgesetzt. Schon bei der nächsten Vorwahl, am Wochenende in South Carolina, hofft Gingrich auf einen ersten Erfolg.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%