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Mutige Reformen: Wulff lobt Anstrengungen Italiens

Quelle: Handelsblatt Online

Bundespräsident Christian Wulff hat bei seinem dreitägigen Staatsbesuch in Italien die Reformbemühungen gewürdigt. Die Regierung gehe sehr mutig voran, sagte Wulff.

Bundespräsident Christian Wulff und der italienische Präsident Giorgio Napolitano (l). Quelle: dpa
Bundespräsident Christian Wulff und der italienische Präsident Giorgio Napolitano (l). Quelle: dpa

RomBundespräsident Christian Wulff hat zu Beginn eines dreitägigen Staatsbesuchs in Italien die Reformanstrengungen der Technokratenregierung unter Mario Monti gewürdigt. Die Regierung gehe sehr mutig voran und dürfe dabei nicht auf halber Strecke stehen bleiben, sagte Wulff nach einem Gespräch mit seinem italienischen Kollegen Giorgio Napolitano.

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„Was gut ist für Italien, ist gut auch für Europa“, meinte er zu der Spar- und Liberalisierungspolitik der seit November amtierenden Regierung. Die ergriffenen Maßnahmen machten auch anderen Ländern wie Portugal und Spanien Mut. „Wir bewundern das Reformprogramm der Regierung Monti“, fügte Wulff an.

Nach seiner Begrüßung mit militärischen Ehren und dem Treffen mit Napolitano stand ein Arbeitsessen mit Monti auf Wulffs Programm. Wulff wollte auch die Präsidenten der beiden Parlamentskammern sowie Vertreter der Parteien treffen.

Es ist der erste Staatsbesuch Wulffs, seit er wegen ungewöhnlich günstiger Kredite und seiner Nähe zu reichen Unternehmern in der Kritik steht. In Italien hat man von der Affäre Wulff nur wenig Notiz genommen. Der Termin des Besuchs ist bereits im Herbst festgelegt worden.

Auf dem Flug wollte sich Wulff nicht zu den diversen Vorwürfen gegen ihn äußern. Es gelte der Grundsatz: Keine Innenpolitik im Ausland, sagte er.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Wirtschaftsfragen. Dabei werden auch die Eurokrise und Italiens Schuldenproblem zur Sprache kommen. Der Bundespräsident wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Weitere Stationen des dreitägigen Besuchs sind Mailand und Bari.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 14.02.2012, 04:21 UhrAnonymer Benutzer: Joselyn

    Herr Wulff gehört ins Gefängnis und nicht nach Italien. Angefangen bei seiner Kreditaffäre, dem Nord-Süd-Dialog, dem Porsche-Deal und den Landesbürgschaften für eine Briefkastenfirma. Wenn der nicht kriminell ist, weiss ich s auch nicht. Man muss sich schämen, dass ein solcher Mann Deutschland vertritt.

    In Italien wurde übrigens den Reporten nahegelegt, keine Fragen zu seinen persönlichen Skandalen zu stellen. Dass die Menschen dort "nur wenig Notiz" davon nehmen würden, wie oben behauptet, ist nicht richtig.

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