Myanmar: UN-Generalsekretär ruft Regierung zu Gewaltverzicht auf

Myanmar: UN-Generalsekretär ruft Regierung zu Gewaltverzicht auf

, aktualisiert 13. September 2017, 21:12 Uhr
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„Menschen sterben und leiden in schrecklichen Zahlen und wir müssen das beenden.“

Quelle:Handelsblatt Online

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Regierung in Myanmar zur Einstellung der Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya aufgefordert. Das Sterben und Leiden müsse beendet werden.

New YorkUN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Regierung in Myanmar zur Einstellung der Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya aufgefordert. Die humanitäre Situation sei "katastrophal", sagte Guterres am Mittwoch in New York. "Menschen sterben und leiden in schrecklichen Zahlen und wir müssen das beenden."

Seit Ende August sind rund 370.000 Rohingyas vor der Gewalt in Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen. Die USA haben zum Schutz der Zivilisten aufgerufen. Bangladesch fordert die Einrichtung von geschützten Gebieten, die es den Flüchtlingen ermöglicht, nach Hause zurückzukehren. Guterres kritisierte, dass das Vorgehen der Regierung des vorwiegend buddhistisch geprägten Landes "ethnischen Säuberungen" ähnele: "Könnte es eine bessere Bezeichnung geben, um zu beschreiben, was passiert, wenn ein Drittel der Rohingya-Bevölkerung das Land verlassen muss?" Die Regierung in Myanmar sagt, dass ihre Sicherheitskräfte lediglich gegen Rohingya-Aufständische vorgingen und alles getan werde, damit Zivilisten nichts geschieht.

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Der Druck auf De-Facto-Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi steigt, sich stärker für ein Ende der Gewalt einzusetzen. Sie selbst sagte nun ihre Reise zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York ab, um sich der Krise zu Hause zu stellen. Der UN-Sicherheitsrat wollte am Mittwoch hinter geschlossenen Türen zusammenkommen, um über die Situation in Myanmar zu sprechen. Der britische Botschafter Matthew Rycroft äußerte die Hoffnung, dass es am Ende eine gemeinsame Erklärung geben werde.

Quelle:  Handelsblatt Online
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