Nach Anschlag in St. Petersburg: Russische Behörden melden sieben Festnahmen

Nach Anschlag in St. Petersburg: Russische Behörden melden sieben Festnahmen

, aktualisiert 06. April 2017, 01:49 Uhr
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Russische Behörden melden die Festnahme von sieben Verdächtigen, die Terroristen angeworben haben sollen. Ob eine direkte Verbindung zum Selbstmordattentäter besteht, der vor zwei Tagen 14 Menschen mit in den Tot gerissen hat, ist allerdings nicht klar.

Quelle:Handelsblatt Online

Russische Ermittler haben zwei Tage nach dem Anschlag in St. Petersburg sieben Verdächtige festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Terroristen angeworben zu haben. Präsident Putin äußert sich derweil zur Lage in der Region.

St. PetersburgZwei Tage nach dem tödlichen Anschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg haben die russischen Behörden die Festnahme von sieben Verdächtigen bekanntgegeben. Ihnen wird vorgeworfen, Terroristen angeworben zu haben. Eine direkte Verbindung zu dem Selbstmordanschlag vom Montag hatten sie nach ersten Erkenntnissen aber nicht. In der Erklärung des Untersuchungskomitees vom Mittwoch hieß es, die Festgenommenen kämen aus zentralasiatischen Ländern, die einst zur Sowjetunion gehörten.

Die Ermittler verdächtigen einen 22 Jahre alten in Kirgistan geborenen Russen, die Bombe gezündet zu haben, die 14 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt hatte. 55 Verletzte wurden am Mittwoch noch in Krankenhäusern behandelt, wie Vizebürgermeisterin Anna Mitjanina sagte.

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Bei einem Treffen mit den Leitern von Sicherheitsdiensten der meisten zentralasiatischen Nachbarn Russlands sagte Präsident Wladimir Putin, der Terrorismus bleibe eine Bedrohung für die Region. Wie die tragischen Ereignisse von St. Petersburg zeigten, sei praktisch „jedes unserer Länder ein mögliches und potenzielles Ziel von Terroranschlägen“.

Ermittler durchsuchten die Wohnung des mutmaßlichen Attentäters von St. Petersburg. Außerdem seien die Aufnahmen von Überwachungskameras vor dem Haus des Mannes ausgewertet worden, teilte das Untersuchungskomitee am Mittwoch mit. Darauf sei zu sehen, wie der Verdächtige das Gebäude mit einer Tasche und einem Rucksack verlasse.

Ein zweiter Sprengsatz wurde in einer weiteren U-Bahn-Station entdeckt und entschärft. An der Tasche, in dem er steckte, fanden Ermittler DNA-Spuren des mutmaßlichen Selbstmordattentäters.

Nach dem Anschlag hatten mehrere russische Politiker ein Ende des Moratoriums für die Todesstrafe gefordert. Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin wies dies zurück. „Man darf eine Tragödie nicht dafür nutzen, Werbung für sich selbst zu machen“, sagte er.

Quelle:  Handelsblatt Online
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