Nach den Anschlägen in Spanien: Terror-Verdächtige vor Ermittlungsrichter

Nach den Anschlägen in Spanien: Terror-Verdächtige vor Ermittlungsrichter

, aktualisiert 22. August 2017, 11:50 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem Terroranschlag von Barcelona stehen vier mutmaßliche Mitglieder der Terrorzelle vor dem Richter. Die Ermittler erhoffen sich davon unter anderem Informationen über den Haupttäter.

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Auf der Straße war am 17.08. ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren. Bei dem Terroranschlag wurden 13 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt.

Madrid Nach den Anschlägen in Spanien gehen die Ermittlungen zu den Hintergründen weiter. Die vier festgenommenen Mitglieder der verantwortlichen Terrorzelle von Katalonien sollen am Dienstag einem Richter in Madrid vorgeführt werden. Der Sender TV3 veröffentlichte Bilder von der Ankunft der Verdächtigen am Hauptquartier der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil in der Hauptstadt.

Die Ermittler wollen auch feststellen, wo sich der mutmaßliche Haupttäter Yunes Abouyaaqoub in den drei Tagen nach dem Anschlag in Barcelona aufhielt. Die Polizei tötete ihn am Montagnachmittag in dem Ort Subirats etwa 50 Kilometer von Barcelona.

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Spanischen Medienberichten zufolge vermutet die Polizei, dass er zu Fuß unterwegs gewesen sei. Er sei ungepflegt gewesen, schrieb die Zeitung „La Vanguardia“. Abouyaaquoub habe die Kleidung gewechselt, habe aber keine Tasche, kein Telefon oder Bargeld bei sich gehabt.

Bei dem Anschlag in Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas am Donnerstag und einem vereitelten Attentat in der Stadt Cambrils starben insgesamt 15 Menschen, mehr als 120 wurden verletzt. Die zwölf mutmaßlichen Angehörigen der islamistischen Terrorzelle sind nach Angaben des katalanischen Polizeichefs Josep Lluís Trapero alle tot oder in Haft.

Auch der als Kopf der Terrorzelle gesuchte Imam Abdelbaki Es Satty ist tot. Der Mann sei wie vermutet am vergangenen Mittwoch bei der Explosion in einem Haus in Alcanar südlich von Barcelona ums Leben gekommen, sagte Trapero am Montagabend. In dem Haus sollen die Terroristen ihre Anschläge geplant haben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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