Nach G20-Krawallen: Mehr als 160 Ermittlungsverfahren

Nach G20-Krawallen: Mehr als 160 Ermittlungsverfahren

, aktualisiert 07. August 2017, 14:34 Uhr
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Plünderer, Randalierer und Aktivisten des Schwarzen Blocks ziehen am 07. Juli in Hamburg durch das Schanzenviertel.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach den Ausschreitungen während des G20-Gipfels ermittelt die Staatsanwaltschaft in 160 Fällen. Die Vorwürfe lauten Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

HamburgNach den G20-Krawallen ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft in mehr als 160 Fällen. Einen Monat nach den schweren Ausschreitungen am Rande des Gipfels laufen 109 Verfahren gegen Beschuldigte, die namentlich bekannt sind, und 53 gegen Unbekannte, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag sagte. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet. Zu den Vorwürfen gehören Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. In Untersuchungshaft sitzen den Angaben zufolge noch 33 Menschen.

Unterdessen bekräftige die Fraktion der Linken in der Hamburger Bürgerschaft ihre Forderung nach einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Ihre innenpolitische Sprecherin Christiane Schneider verwies auf Informationen des NDR-Magazins „Panorama“ und der „Süddeutschen Zeitung“, wonach sich der Bericht des Senats vor dem Innenausschuss über einen Polizeieinsatz gegen G20-Gegner nicht mit einem Polizeivideo dazu in Übereinstimmung bringen lässt. Die Aufnahmen zeigten, dass aus der Gruppe heraus lediglich drei Bengalos auf die leere Straße geworfen wurden, während die Polizei ihren Einsatz damit begründet habe, dass ihre Beamten massiv mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik beworfen worden seien.

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„Wenn die Darstellung von Panorama und Süddeutscher zutrifft, dann haben wir es nicht nur mit einem mutmaßlich unverhältnismäßigen Polizeieinsatz zu tun, in dessen Folge viele Demonstrierende zum Teil schwer verletzt wurden, sondern auch mit einer Falschaussage des Senats vor dem Innenausschuss“, kritisierte Schneider.

Quelle:  Handelsblatt Online
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