Nach Terror in New York: Trump will Green-Card-Verlosung abschaffen

Nach Terror in New York: Trump will Green-Card-Verlosung abschaffen

, aktualisiert 01. November 2017, 15:09 Uhr
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Die Verlosung von Green Cards soll nach dem Willen von US-Präsident Trump gestoppt werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Attentäter von New York kam mit einer Green Card ins Land. Darum will Präsident Trump die Verlosung der Arbeitserlaubnis nun stoppen. Dauerhaften Aufenthalt müsse man sich verdienen, meint der US-Präsident.

WashingtonNach der Terrorattacke in New York mit acht Toten will US-Präsident Donald Trump die „Green-Card-Lotterie“ abschaffen. Die Verlosung verschafft jährlich bis zu 50 000 Ausländern aus aller Welt einen dauerhaften Aufenthaltsstatus mit Arbeitserlaubnis in den USA. Davon profitieren jedes Jahr auch viele Deutsche.

„Der Terrorist kam in unser Land über das sogenannte „Diversity Visa Lottery Program“, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Er wolle stattdessen ein System, das auf den beruflichen Fähigkeiten der Bewerber basiere. Der demokratische Senator Chuck Schumer habe 1990 die Green-Card-Lotterie eingeführt. „Wir müssen diesen Wahnsinn stoppen“, schrieb Trump am Mittwoch.

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Bei der Verlosung müssen Bewerber in ihrem Antrag umfangreiche Angaben machen, die hart überprüft werden, etwa auf kriminellen Hintergrund. Die Verteilung der zur Verfügung stehenden Green Cards (Aufenthaltserlaubnisse) erfolgt über Länderquoten. Bewerber aus Ländern, die in den Vorjahren ohnehin mehr als 50 000 Migranten in die USA entsandt haben, können nicht teilnehmen, darunter gegenwärtig Länder wie Bangladesch, Indien, die Philippinen oder Großbritannien.

Ein 29 Jahre alter Mann aus Usbekistan war am Dienstagnachmittag mit einem Pick-Up-Truck in New York in eine Menschenmenge gefahren und hatte acht Menschen getötet und elf weitere verletzt. Der Täter hat sich nach Angaben von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo in den USA radikalisiert. „Nachdem er in die USA kam, hat er begonnen, sich über den IS und radikalislamische Taktiken zu informieren“, sagte Cuomo dem TV-Sender CNN am Mittwoch. Die in der Nähe seines gemieteten Pick-up-Trucks gefundenen Notiz habe auch eine Referenz zur Terrormiliz IS enthalten, sagte der Gouverneur dem TV-Sender CBS. Der Attentäter sei ein „verkommener Feigling“.


Quelle:  Handelsblatt Online
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