Nach Wahl in Kenia: Zwei Tote bei gewaltsamen Protesten

Nach Wahl in Kenia: Zwei Tote bei gewaltsamen Protesten

, aktualisiert 12. August 2017, 10:50 Uhr
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Die Polizei eröffnete das Feuer, um protestierende Anhänger der Opposition zu vertreiben.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem offiziellem Wahlsieg des Amtsinhabers Uhuru Kenyatta herrscht in Kenia Chaos. Bei gewaltsamen Protesten von Oppositionsanhängern in der Landeshauptstadt sind nun zwei Menschen umgekommen.

Nairobi Nach dem offiziellen Wahlsieg von Amtsinhaber Uhuru Kenyatta bei der Präsidentenwahl in Kenia ist es zu gewaltsamen Protesten von Anhängern der Opposition gekommen. Die Polizei habe in der Stadt Kisumu zwei Menschen erschossen, erklärte Regionalkommandeur Leonard Katana am Samstag. In Kisumu genießt der unterlegene Oppositionskandidat Raila Odinga starke Unterstützung. Weitere fünf Menschen seien dort von Schüssen verletzt worden, sagte Polizeikommandeur Katana.

In einem Slum in der Hauptstadt Nairobi eröffnete die Polizei am Samstag das Feuer, um protestierende Anhänger der Opposition zu vertreiben. Diese hatten Straßen blockiert und Barrikaden in Brand gesetzt. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP sah, wie Polizisten in der Gegend von Mathare mit scharfer Munition schossen.

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Die Wahlkommission hatte Kenyatta am Freitag zum Sieger erklärt. Der 55-Jährige erhielt demnach bei der Wahl am vergangenen Dienstag 54,27 Prozent der Stimmen, sein Gegner Odinga 44,74 Prozent. Die Kommission bezeichnete die Wahl als „glaubwürdig, fair und friedlich“. Nachdem die Opposition Betrugsvorwürfe erhoben hatte, rief Kenyatta das ostafrikanische Land zur Einheit auf. Er reiche Odinga und all dessen Anhängern die Hand, sagte er.

Der frühere Ministerpräsident Odinga hatte bereits die Wahl im Jahr 2007 verloren. Damals war es im Anschluss an die Abstimmung zu Gewalt gekommen, bei der mehr als 1000 Menschen getötet wurden. Gegen Kenyatta verlor Odinga auch die Wahl 2013. Er brachte damals Wahlmanipulationsvorwürfe vor den Obersten Gerichtshof, der sein Anliegen aber ablehnte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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