FBI-Chef: US-Senat bestätigt Christopher Wray

Neuer FBI-Chef: US-Senat bestätigt Christopher Wray

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Der neue FBI-Chef Christopher Wray

Das FBI hat einen neuen Chef: Der US-Senat bestätigte Christopher Wray für den Posten. Sein Vorgänger James Comey war überraschend von US-Präsident Trump gefeuert worden. Wray tritt nun ein schwieriges Erbe an.

Der US-Senat hat Christopher Wray als neuen FBI-Chef bestätigt. Die Senatoren votierten am Dienstag mit einer deutlichen Mehrheit von 92 zu 5 Stimmen für den 50-Jährigen. Er folgt damit dem von US-Präsident Donald Trump im Mai gefeuerten James Comey an der Spitze der US-Bundespolizei nach.

USA Nominierter FBI-Direktor verspricht Unabhängigkeit

Der nominierte FBI-Direktor Christopher Wray verspricht vor dem US-Senat seine Unabhängigkeit.

Christopher Wray am Mittwoch vor dem US-Senat. Quelle: AP

Wray, der zuvor als Staatsanwalt, Verteidiger und von 2001 bis 2005 in mehreren Positionen im Justizministerium unter Präsident George W. Bush tätig war, tritt damit ein schwieriges Erbe an. Sein Vorgänger Comey hatte unter seinen Kollegen beim FBI einen tadellosen Ruf. Seine Entlassung hatte Trump den Vorwurf eingebracht, er wolle die Ermittlungen des FBI zur möglichen Beteiligung seines Wahlkampfteams an Russlands Beeinflussung der US-Wahl sabotieren.

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„Das ist eine harte Zeit um diesen harten Job anzunehmen“, sagte die demokratische Senatorin Amy Klobuchar. Der vorherige FBI-Chef Comey sei wegen der Russland-Ermittlungen gefeuert worden. Wray werde nun Charakter und Kompetenz in eine Stadt bringen, die immer weiter das Vertrauen der Öffentlichkeit verliere, sagte der republikanische Senator Ben Sasse mit Blick auf Washington. Wray hatte im vergangenen Monat die Unterstützung von Senatoren beider Parteien gewonnen, als er versprach, dass Politik der Mission des FBI nicht im Weg stehen werde.

US-Präsident Trump irritiert mit Tweet über Begnadigung

Während die Ermittlungen zur Russland-Affäre auf das Umfeld von Donald Trump ausgeweitet werden, hat der US-Präsident das Thema Begnadigung ins Spiel gebracht. Auch der Justizminister gerät immer stärker unter Druck.

Der US-Präsident irritiert einmal mehr mit einem Tweet. Quelle: AP

Comey hatte berichtet, Trump habe von ihm einen Treuschwur verlangt, den er ihm aber verweigert habe. Auch Wray sagte bei seiner Anhörung vor dem Justizausschuss des Senats, er werde Trump sicher auch keine Loyalität schwören. „Meine Loyalität gilt der Verfassung und der Rechtsstaatlichkeit“, sagte er.

Wray habe die Fähigkeit, den Charakter und die standhafte Verpflichtung gegenüber dem Gesetz, sagte der republikanische Senator und Vorsitzender des Justizausschusses Chuck Grassley. Auch die Top-Demokratin des Gremiums, Dianne Feinstein, zeigte sich von Wrays Kompetenz überzeugt: „Wir brauchen Anführer mit einem Rückgrat aus Stahl, nicht mit weichen Knien und ich bin hoffnungsvoll, dass Herr Wray genau ein solcher Anführer sein wird.“ Seit der Entlassung Comeys war das FBI vorübergehend von Andrew McCabe geleitet worden.

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