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kolumneNew York Notes: Leere Kassen, fette Spenden

28. September 2012
Kolumne von Angela Hennersdorf

Von wegen „Forward“, Mr. Obama! Der schönste Wahlkampfspruch kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die amerikanische Wirtschaft stottert weiter vor sich hin. Aber Hilfe naht, zumindest für Obama.

Manhattan gleicht in diesen Tagen einer Sonder-Sicherheitszone. Die wichtigsten Verkehrsadern der Stadt sind gesperrt, teilweise steht in den Straßen von Manhattan nur die rechte einspurige Buslinie zur Verfügung. In der Mitte fahren dicke schwarze Limos mit abgedunkelten Fenstern. Die New Yorker Polizei beherrscht Midtown Manhattan.

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Der UN-Sicherheitsrat tagt in New York, Staatschefs wollen beschützt werden (Angela Merkel ist erst gar nicht gekommen; sie muss schließlich den Euro retten). Wenn, wie am Donnerstag, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UN-Vollversammlung spricht und eine „rote Linie“ gegen Irans Atomprogramm fordert, dann herrscht kompletter Ausnahmezustand auf der amerikanischen Insel.

Im übertragenen Sinne befindet sich ganz Amerika in einem Ausnahmezustand. Statt zu regieren reist der US-Präsident fröhlich durchs Land, um Wähler davon zu überzeugen, ihn wiederzuwählen. „Forward“,  vorwärts, lautet Barack Obamas Slogan diesmal. Mit dem alten von vier Jahren, der da lautete „Change“, kann er ja wirklich nicht mehr kommen, denn viel verändert hat sich nicht im Land seitdem er die Macht im Weißen Haus übernommen hat – jedenfalls nicht viel zum Besseren.

Die amerikanische Wirtschaft stottert weiter vor sich hin – US- Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte es schon vor Wochen vorausgesagt. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet lediglich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag mit.

Zuletzt war noch mit einer Wachstumsrate von 1,7 Prozent gerechnet worden. In den ersten drei Monaten hatte das BIP noch um 2,0 Prozent zugelegt. Im vierten Quartal 2011 lag das Wachstum sogar bei 4,1 Prozent.

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