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kolumneNew York Notes: Leere Kassen, fette Spenden

Kolumne von Angela Hennersdorf

Von wegen „Forward“, Mr. Obama! Der schönste Wahlkampfspruch kann nicht darüber hinwegtäuschen: Die amerikanische Wirtschaft stottert weiter vor sich hin. Aber Hilfe naht, zumindest für Obama.

Die größten Spender von Mitt Romney

Noch liegt Mitt Romney deutlich hinter US-Präsident Barack Obama. Sowohl in der Wählergunst, als auch beim Spendensammeln. Der Amtsinhaber hat bislang Spenden in Höhe von über 86 Millionen US-Dollar eingesammelt. Sein ärgster Herausforderer kommt auf gut 32,2 Millionen US-Dollar. Ein Großteil der Geldgeber des US-Republikaners und ehemaligen Gouverneurs des Bundesstaates Massachusetts, Mitt Romney, stammt von der Wall Street. Größter Sponsor…

Quelle: FEC

Bild: dpa

Manhattan gleicht in diesen Tagen einer Sonder-Sicherheitszone. Die wichtigsten Verkehrsadern der Stadt sind gesperrt, teilweise steht in den Straßen von Manhattan nur die rechte einspurige Buslinie zur Verfügung. In der Mitte fahren dicke schwarze Limos mit abgedunkelten Fenstern. Die New Yorker Polizei beherrscht Midtown Manhattan.

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Der UN-Sicherheitsrat tagt in New York, Staatschefs wollen beschützt werden (Angela Merkel ist erst gar nicht gekommen; sie muss schließlich den Euro retten). Wenn, wie am Donnerstag, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UN-Vollversammlung spricht und eine „rote Linie“ gegen Irans Atomprogramm fordert, dann herrscht kompletter Ausnahmezustand auf der amerikanischen Insel.

Bei der dritten und letzten TV-Debatte zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney ging es um außenpolitische Themen - ein Feld, auf dem Obama nur schwer zu attackieren ist. Romney versuchte es trotzdem, und kritisierte, dass die Marine gegenwärtig weniger Schiffe habe als 1916. Obama konterte: "Ich denke, Gouverneur Romney hat vielleicht nicht genug Zeit damit verbracht nachzuschauen, wie unser Militär funktioniert", so der US-Präsident. Spottend klärte der Präsident den früheren Gouverneur über den militärischen Fortschritt auf. "Wir haben diese Dinger, Flugzeugträger genannt, da können Flugzeuge drauf landen", sagte er. Und im Übrigen verfüge die US-Armee mittlerweile auch über weniger Pferde und Bajonette.

Bei Twitter überzogen die User den Republikaner mit Spott. "Romneys militärischer Plan von 1917 passt zu seinen Energie-Plänen von 1917", schrieb Demokrat Es Markey aus Massachusetts. "Wir haben noch sein Bajonett, falls die Regierung es zurückhaben will", twitterte Rich Gallup, dessen Ur-Großvater im Ersten Weltkrieg für die USA gekämpft habe.

Es ist nicht das erste Mal, dass Romney in ein Fettnäpfchen traf. Zuletzt sorgte er für Empörung...

Bild: dapd

Im übertragenen Sinne befindet sich ganz Amerika in einem Ausnahmezustand. Statt zu regieren reist der US-Präsident fröhlich durchs Land, um Wähler davon zu überzeugen, ihn wiederzuwählen. „Forward“,  vorwärts, lautet Barack Obamas Slogan diesmal. Mit dem alten von vier Jahren, der da lautete „Change“, kann er ja wirklich nicht mehr kommen, denn viel verändert hat sich nicht im Land seitdem er die Macht im Weißen Haus übernommen hat – jedenfalls nicht viel zum Besseren.

Die amerikanische Wirtschaft stottert weiter vor sich hin – US- Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte es schon vor Wochen vorausgesagt. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet lediglich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag mit.

Zuletzt war noch mit einer Wachstumsrate von 1,7 Prozent gerechnet worden. In den ersten drei Monaten hatte das BIP noch um 2,0 Prozent zugelegt. Im vierten Quartal 2011 lag das Wachstum sogar bei 4,1 Prozent.

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