Nicolás Maduro: Venezuela erhöht Mindestlohn um 30 Prozent

Nicolás Maduro: Venezuela erhöht Mindestlohn um 30 Prozent

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ARCHIV - Venezuelan President Nicolas Maduro participates during an act with chavistas haulers in Caracas, Venezuela, 12 November 2013. Photo: EPA/MIGUEL GUTIERREZ (zu dpa "Venezuela wirft USA Preisdrückerei auf dem Ölmarkt vor" vom 30.12.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Mit einer erneuten Erhöhung des Mindestlohns um 30 Prozent will der venezolanische Staatspräsident Nicolás Maduro die marode Wirtschaft des Landes ankurbeln und die hohe Inflation bekämpfen.

Trotz einer tiefen Wirtschaftskrise hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro zum Tag der Arbeit eine Erhöhung des Mindestlohns um 30 Prozent verkündet. Die Maßnahme gelte vom 1. Mai an, verkündete der Sozialist in einer Ansprache in Caracas. Damit soll der Kaufkraftverlust durch die hohe Inflation aufgefangen werden - fast monatlich wurden zuletzt Mindestlöhne und Pensionen erhöht.

Wahlen in Venezuela Erdrutschsieg für die Opposition - Abschied vom Sozialismus?

Das Land mit den größten Ölreserven der Welt steht vor einem Abschied von seinem Sozialismus-Experiment: Nach einem wirtschaftlichen Absturz und dreistelliger Inflation strafen die Wähler in Venezuela die Sozialisten ab.

Auf die im Bündnis „Mesa de la Unidad Democrática“ (MUD) vereinte konservative und sozialdemokratische Opposition entfielen mindestens 99 der 167 Mandate. Quelle: AP

„Das bedeutet eine Erhöhung um 105 Prozent im Vergleich zu den Löhnen Anfang des Jahres“, betonte der Präsident, der mit einer dramatischen Strom- und Versorgungskrise zu kämpfen hat. In der Nacht zu Sonntag wurden die Uhren um 30 Minuten vorgestellt (-6 h zur MESZ), damit durch Nutzung von mehr natürlichem Tageslicht Strom gespart wird.

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Die Opposition plant noch in diesem Jahr ein Referendum zu Maduros Absetzung. Der neue Mindestlohn beträgt 15 051 Bolívares, was einem Schwarzmarktkurs von rund 17,50 Euro entspricht. Nach dem höchsten offiziellen Wechselkurs wären es 36 Euro. Zusammen mit staatlichen Lebensmittelhilfen bekommt ein Arbeiter nun monatlich mindestens 33 636 Bolívar (36,70 Euro/77 Euro). Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet auch unter höchsten Inflation weltweit, weshalb sich ein riesiges Schwarzmarkt-System entwickelt hat.

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