Norbert Hofer im Interview: „Ich halte mich für einen guten Trouble-Shooter“

Norbert Hofer im Interview: „Ich halte mich für einen guten Trouble-Shooter“

, aktualisiert 04. Dezember 2016, 12:21 Uhr
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Mit dem FPÖ-Kandidaten könnte erstmals ein Rechtspopulist Staatschef eines westeuropäischen Landes werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Norbert Hofer will der erste Rechtspopulist an der Spitze eines westeuropäischen Staats werden. Im Interview spricht er über Placebo-Maßnahmen in der Flüchtlingskrise, die Weiterentwicklung der EU und Photovoltaik.

WienIn knapp zwei Wochen bekommt Österreich einen neuen Präsidenten. Norbert Hofer (45) könnte als Kandidat der FPÖ das erste rechtspopulistische Staatsoberhaupt Westeuropas werden. 15 Fragen an den gelernten Flugzeugtechniker.

Frage: Fast zwölf Monate Wahlkampf sind...?
Antwort: ... vergleichbar mit einem Marathonlauf: Man muss sich die Kräfte gut einteilen.

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Was schätzen Sie an Ihrem Kontrahenten?
Dass er – so wie ich – Photovoltaikanlagen mag. Ich habe seit heuer eine 5kWp Anlage.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an sich selbst?
Ich halte mich für einen guten Trouble-Shooter.

Wie wird die First Lady ihre Rolle ausfüllen?
Mit viel Herz und Engagement wie in ihrem bisherigen Beruf.

Was stört Sie an ihrer Partei?
Die zwar notwendigen, aber manchmal sehr langen Sitzungen.

Welcher Satz eines Lehrers hallt bei Ihnen bis heute nach?
Der Auftrag zu meiner Matura-Arbeit: „Berechnen und konstruieren Sie ein zweisitziges Sportflugzeug mit einem vierzylindrigen Boxermotor.“

Die Obergrenze für Flüchtlinge in Österreich ist...?
...eine Placebo-Maßnahme.


„Ich habe Trump zur Wahl gratuliert“

Die Europäische Union ist für Sie..?
... ein Projekt, das dringend weiterentwickelt werden muss.

Was halten Sie von Donald Trump?
Ich habe ihm zur Wahl gratuliert. Er will die Beziehungen zu Russland und China verbessern, was aus österreichischer wie auch aus europäischer Sicht zu begrüßen ist.

Welche Vorbilder haben Sie?
Mir imponieren das Durchsetzungsvermögen von Maggie Thatcher und die Ausgewogenheit von (Anmerk.: Ex-Bundespräsident) Rudolf Kirchschläger.

Welches Buch hat besonderen Eindruck auf Sie gemacht?
„Siddharta“ von Hermann Hesse.

Was ist Ihre Lieblings-App?
Whatsapp.

Wie entspannen Sie am besten?
Beim Mountainbiken.

Wofür darf man lügen?
Es ist besser, bei der Wahrheit zu bleiben, denn auch eine „Notlüge“ ist eine Lüge.

Was haben Sie zuletzt zum allerersten Mal getan?
Einen Hubschrauber pilotiert.

In sechs Jahren sind Sie...
...mit 51 Jahren immer noch der jüngste Bundespräsident, der für die Wiederwahl kandidiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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