Nordkorea bestätigt Festnahme eines US-Bürgers : China ruft im Streit zur zur Zurückhaltung

Nordkorea bestätigt Festnahme eines US-Bürgers : China ruft im Streit zur zur Zurückhaltung

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Nordkorea hält einen Amerikaner wegen angeblicher Umsturzversuche fest.

Die angespannten Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA werden durch die Festnahme eines US-Bürgers weiter verschärft. China ruft derweil alle Seiten zur Mäßigung auf.

Nordkorea hat offiziell die Festnahme eines amerikanischen Staatsbürgers bestätigt. Der Dozent an der privat finanzierten Universität für Wissenschaft und Technologie in Pjöngjang sei am 22. April auf dem Pjöngjanger Flughafen „abgefangen“ worden, als er das Land verlassen wollte, meldete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

Ihm würden feindselige Handlungen mit Ziel eines Umsturzes in dem kommunistischen Land vorgeworfen. Er sei zunächst in Untersuchungshaft. KCNA gab den Namen des Dozenten mit Kim Sang Dok an. Die Universität hat eine andere Schreibweise in dem Fall verwendet, Kim Sang Duk. Kims englischer Name ist Tony Kim.

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Der Kanzler der Universität, Park Chan Mo, und die schwedische Botschaft in Pjöngjang hatten bereits die Festnahme Kims gemeldet, hatten aber keine Informationen über den oder die Gründe. Nordkorea hält zwei weitere US-Bürger gefangen: Otto Warmbier wurde zu 15 Jahren Haft mit schwerer Arbeit wegen angeblicher staatsfeindlicher Aktionen verurteilt, Kim Dong Chul zu zehn Jahren mit harter Arbeit wegen angeblicher Spionage.

Nordkorea Weiterer US-Bürger festgenommen

Nordkorea hat einen US-Bürger in Gewahrsam genommen. Die schwedische Botschaft in Pjöngjang teilte mit, ihr sei der Fall eines koreanisch-amerikanischen Bürgers bekannt. Sie übernimmt konsularische Aufgaben für die USA.

Nordkorea: Weiterer US-Bürger festgenommen Quelle: dpa

Nordkorea hat bereits mehrmals US-Bürger inhaftiert und erst nach US-Zugeständnissen freigelassen. Kim hatte nach Angaben der nahe der nordkoreanischen Grenze gelegenen chinesischen Universität Yanbian dort Koreanisch gelehrt, bevor er nach Pjöngjang ging. Die dort 2010 gegründete Technische Hochschule ist die einzig privat finanzierte in Nordkorea. Sie hat einen für das Land einzigartig hohen Anteil ausländischer Lehrkräfte.

"Für Abkühlung zu sorgen"

Inzwischen hat China abermals zur Zurückhaltung aufgerufen. Es müssten sobald wie möglich wieder Gespräche aufgenommen werden, sagte Präsident Xi Jinping staatlichen Medien zufolge am Mittwoch in einem Telefonat mit seinem philippinischen Kollegen Rodrigo Duterte. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking sprach von einer sehr komplexen Situation, in der es alle Beteiligten unterlassen sollten, einander zu irritieren. "Die vordringliche Aufgabe ist es, für Abkühlung zu sorgen", sagte er. Die USA haben China, den einzigen großen Verbündeten Nordkoreas, aufgerufen, sein Nachbarland zu zügeln.

Nordkorea treibt trotz der UN-Sanktionen und internationaler Kritik sein Atom- und Raketenprogramm voran. In den vergangenen Monaten testete das abgeschottete Land verstärkt Raketen, nachdem es im vorigen Jahr auch zwei Atomtests vorgenommen hatte. Seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump haben die USA verstärkt von China gefordert, auf die Regierung in Pjöngjang einzuwirken. Aus Diplomatenkreisen war am Dienstag verlautet, die USA und China verhandelten über Verschärfung der UN-Sanktionen als Reaktion auf die jüngsten Tests. Der Sicherheitsrat verhängte seit 2006 immer weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea.

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Trump hat einen Angriff auf Nordkorea nicht ausgeschlossen, aber auch erklärt, er setze auf eine nichtmilitärische Lösung. Die USA und andere Staaten haben in den vergangenen Wochen Kriegsschiffe in die Region verlegt. Neben einem US-Flugzeugträgerverband und einem Atom-U-Boot ist ein französischer Hubschrauberträger zu Übungen eingetroffen. Japan hat Medienberichten zufolge sein größtes Kriegsschiff zu Beleitschutz eines US-Versorgungsschiffes abgestellt. Im Rahmen eines Manövers mit Südkorea und Japan absolvierten US-Langstreckenbomber zuletzt Übungsflüge. Nordkorea warf den USA daraufhin vor, es sei der Abwurf von Atombomben geübt worden.

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