Nordkorea: Kim Jong Un bejubelt Raketentest als Erfolg

Nordkorea: Kim Jong Un bejubelt Raketentest als Erfolg

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Südkoreaner gehen an einem Fernseher vorbei, der Nachrichten von Nordkoreas Raketentest zeigt.

Nordkorea hat eine neue Mittelstreckenrakete getestet. Der erste Test schlug fehl - die Führung des Landes feierte es trotzdem als Erfolg.

Die Führung Nordkoreas hat einen Test einer neuen Mittelstreckenrakete als Erfolg gefeiert. Einer der Flugkörper habe eine Höhe von mehr als 1400 Kilometern erreicht, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag meldete. Machthaber Kim Jong Un habe den Start beobachtet. In dem Bericht wurde er mit den Worten zitiert, der Test verleihe seinem Land „sicherlich Fähigkeiten, die Amerikaner allgemein und praktisch in der Pazifik-Region zu attackieren.“

Nach Angaben Südkoreas hatte Pjöngjang am Mittwoch zwei Raketen vom Typ Musudan abgefeuert. Der erste Test schlug demnach fehl. Eine weitere Mittelstreckenrakete habe eine Höhe von 1000 Kilometern erreicht und sei nach einem Flug über 400 Kilometer ins Japanische Meer gestürzt, erklärte das südkoreanische Militär.

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Japanische und südkoreanische Experten sahen Fortschritte Nordkoreas bei der Entwicklung von Mittelstreckenraketen. Im Westen wurden die jüngsten Aktionen Pjöngjangs mit Sorge aufgenommen. Die USA drohten mit einer weiteren Verschärfung der Sanktionen gegen das kommunistische Land.

Fünf spannende Fakten über Nordkorea

  • Innenpolitik

    Das Land ist streng zentralistisch organisiert und betreibt einen intensiven Personenkult, um mittlerweile drei Führer. Nordkorea wurde 1948 gegründet, und verfügt formal über Verfassungsorgane wie Parlament, Gerichtsbarkeit und Regierung. Allerdings übt vor allem ein übermächtiger Führer mit einem kleinen Kreis an Vertrauten die Macht aus.

  • Wirtschaft

    Nordkorea produziere kaum wettbewerbsfähige Güter. Außerdem herrsche ein Mangel an Devisen und somit auch Investitionsgütern. Die Infrastruktur ist marode, zahlreiche Industrieanlagen sind seit Jahren nicht mehr in Betrieb, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite. Allerdings entstanden unter Kim Jong Un 13 neue Sonderwirtschaftszonen.

  • Medien, Internet, Handy

    Die Medien sind durchgängig staatlich kontrolliert. Die meisten Nordkoreaner haben keine Möglichkeit auf Internet zuzugreifen, teilweise wissen sie nicht einmal, was es ist. Von den knapp 25 Millionen Nordkoreaner haben gerade mal eine Million Menschen ein Handy: Es gibt lediglich einen einzigen Mobilfunkbetreiber, der zwar ein 3G-Netz anbietet, aber keine Datendienste.

  • Menschenrechte

    Anfang 2014 stellten die Vereinten Nationen einen Bericht über Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Nordkorea vor. Darin heißt es: Nordkorea ist ein totalitärer Staat, in dem als politisch unzuverlässig eingestufte Menschen systematisch ermordet oder als Arbeitssklaven missbraucht werden.

  • Beziehungen zwischen Deutschland und Nordkorea

    Grundsätzlich bestehen zwischen Nordkorea und Deutschland politische Beziehungen, diese sind allerdings auch durch die von der EU und der UN verhängten Sanktionen belastet. Für die ehemalige DDR war Nordkorea einer der wichtigsten Partner des Landes im Ostblock.

Am Mittwochabend (Ortszeit) kam der UN-Sicherheitsrat in New York zu einer Dringlichkeitssitzung zu den Raketenstarts zusammen. Für das destabilisierende Verhalten Nordkoreas müsse es Konsequenzen geben, forderte die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power.

Nordkorea hatte dieses Jahr bereits seinen vierten Atomtest und einen Test einer Langstreckenrakete verbucht. Die UN reagierten mit den härtesten Sanktionen seit zwei Jahrzehnten. Dennoch - und auch als Reaktion auf ein gemeinsames Militärmanöver der USA und Südkoreas- rief Machthaber Kim Jong Un im März zu neuen Tests auf.

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