Nordkorea-Konflikt: Militärische Muskelspiele

Nordkorea-Konflikt: Militärische Muskelspiele

, aktualisiert 30. Mai 2017, 15:17 Uhr
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Ein südkoreanischer Soldat geht an einem TV-Monitor vorbei, auf dem eine Archivaufnahme von einem früheren nordkoreanischen Raketentest zu sehen ist.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Nordkorea-Konflikt spitzt sich weiter zu: Machthaber Kim Jong Un testet fortlaufend Raketen, die USA führen Militärmanöver mit Langstreckenbombern und Flugzeugträgern durch. Auch China und Russland wollen mitreden.

SeoulIm Streit über Nordkoreas Atomwaffenprogramm intensivieren die Konfliktparteien ihre militärischen Muskelspiele. Nordkorea testete eine modifizierte Kurzstreckenrakete, die nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA ein präziseres Steuerungssystem hat. Außerdem sei die Verlässlichkeit mobiler Abschussrampen unter verschiedenen Bedingungen getestet worden.

Südkorea bestätigte am Dienstag ein gemeinsames Militärmanöver mit den USA, bei der ein US-Langstreckenbomber des Typs B-1B zum Einsatz kam. Außerdem planen die in die Region verlegten Kampfgruppen der US-Flugzeugträger „Carl Vinson“ und „Ronald Reagan“ Übungen vor der koreanischen Halbinsel. Nordkoreanische Medien berichteten, die USA übten den Abwurf von Atomwaffen auf Nordkorea.

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Der Abschuss der nordkoreanischen Kurzstreckenrakete am Montag war der jüngste Raketentest in einer ganzen Serie über die vergangenen Monate. Machthaber Kim Jong Un persönlich habe die Operation überwacht, meldete KCNA am Dienstag. Er habe außerdem die Entwicklung stärkerer strategischer Waffen angeordnet.

Der große Erfolg der nordkoreanischen Anstrengungen bei der Raketenentwicklung bereite den „Yankees“ große Sorgen und entmutige „die Gangster ihrer südkoreanischen Marionettenarmee“, zitierte ihn KCNA. Nordkorea werde den USA künftig noch „größere Geschenkpakete“ als Vergeltung für ihre militärischen Provokationen zustellen.

Die USA versuchen, Nordkorea mit ihrer Militärmacht in die Schranken zu verweisen. Dazu gehört neben der Verlegung von Flugzeugträgern auch die Stationierung des Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea. Dies hat China und auch Russland verärgert, weil das THAAD-Radarsystem von Südkorea weit in ihre Territorien schaut. Auch in Südkorea ist die Stationierung des Systems nicht unumstritten.

Der neue Präsident Moon Jae In äußerte sich am Dienstag „schockiert“, dass ohne sein Wissen neben den zwei bekannten vier weitere THAAD-Abschussrampen ins Land gebracht worden seien. Der Präsident habe eine Untersuchung angeordnet, sagte Moons Sprecher. Moon hatte sich im Wahlkampf für eine Deeskalationsstrategie im Verhältnis zu Nordkorea starkgemacht, die auch die Bedenken Chinas berücksichtigt. 

Quelle:  Handelsblatt Online
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