Nordkorea-Krise: Anleger flüchten in sichere Häfen

Nordkorea-Krise: Anleger flüchten in sichere Häfen

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Nordkoreas und die USA übertreffen sich mit gegenseitigen Drohungen.

Trumps Worte in Richtung Nordkorea werden immer schärfer, Nordkorea droht den USA mit Angriffen. Der gefährliche Konflikt spiegelt sich auch an den Börsen wider, die Dax-Anleger sind verschreckt.

Unverhohlene Kriegsrhetorik im Nordkorea-Konflikt sorgt bei den Investoren am Aktienmarkt zur Wochenmitte für Verunsicherung. Der Dax sank am Mittwoch in der ersten Handelsstunde um 0,74 Prozent auf 12 201,40 Punkte. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex noch etwas zugelegt und knapp unter 12 300 Punkten geschlossen. Der MDax der mittelgroßen Werte gab im frühen Mittwochshandel um 0,97 Prozent auf 24 908,42 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,84 Prozent auf 2265,11 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,71 Prozent runter.

Atom-Konflikt Trump droht Nordkorea mit „Feuer, Wut und Macht“

Mit ihrem Schlagabtausch fachen Washington und Pjöngjang den Konflikt weiter an. Erst droht Trump indirekt mit militärischer Gewalt. Nordkorea reagiert prompt mit der Androhung eines Raketenangriffs auf die Insel Guam.

Donald Trump hat auf Nordkoreas Drohung reagiert. Quelle: AP

An den asiatischen Börsen hatten die zunehmenden politischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA die Kurse ebenfalls belastet. Nordkoreas Militär hatte den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. Zuvor hatten Berichte über große Fortschritte des kommunistischen Staats mit seinem Atom- und Raketenprogramm das Ausland aufgeschreckt. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin indirekt militärische Gewalt angedroht.

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An den internationalen Finanzmärkten wurden verstärkt sichere Häfen angesteuert. Nach oben ging es mit den Kursen von sicheren Bundesanleihen, wobei sich die Aufschläge im frühen Handel in Grenzen hielten. Etwas stärker zulegen konnte der Goldpreis. Am Morgen wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) bei 1268,36 US-Dollar gehandelt und damit etwa sieben Dollar höher als am Vorabend.

Hierzulande geht derweil die Bilanzsaison weiter mit Geschäftszahlen des Rückversicherers Munich Re und des Versorgers Eon, beide aus dem Dax, sowie einigen Vertretern aus der zweiten und dritten Reihe.

Beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re hatten geringere Katastrophenschäden und eine Steuergutschrift einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal abgemildert. Die Papiere standen zuletzt 0,05 Prozent höher. Der Energiekonzern Eon profitierte im zweiten Quartal von der Rückzahlung der Atomsteuer und will den Aktionären nun mehr Dividende zahlen. Die Titel rückten zunächst vor, gaben zuletzt aber um ein knappes halbes Prozent nach.

Im MDax sackten die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen als schwächster Index-Wert um rund 5 Prozent ab. Händler bezeichneten den Ausblick als enttäuschend. Die Symrise-Papiere verloren gut dreieinhalb Prozent, obwohl der Duftstoff- und Aromenhersteller die Ertragsprognose für laufende Jahr erhöht hatte.

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