Nordkorea provoziert erneut mit Raketentest

Nordkorea: Pjöngjang provoziert erneut mit Raketentest

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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un (Mitte) beobachtet ein Militärmanöver in Nordkorea. (Undatiertes Archivbild verbreitet von Nordkoreas Zentraler Nachrichtenagentur.)

Das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas wird in der Region schon länger als große Bedrohung gesehen. Nun hat Pjöngjang kurz vor Gesprächen der USA und Chinas über Nordkorea erneut eine ballistische Rakete getestet.

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs am Mittwoch erneut eine Rakete in Richtung Japan abgeschossen. Das Geschoss sei vom nordkoreanischen U-Boot-Stützpunkt in der Hafenstadt Sinpo an der Ostküste abgefeuert worden, aber nach nur etwa 60 Kilometer ins Meer gestürzt, erklärte das Büro der Vereinigten Stabschefs Südkoreas. Das US-Militär bestätigte den Abschuss - eine Provokation Nordkoreas, nur einen Tag vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping, bei dem auch über ein gemeinsames Vorgehen gegen den Atomwaffenstaat gesprochen werden soll. Anfang März hatte Nordkorea vier Raketen abgeschossen, die zum Teil 1000 Kilometer weit geflogen und nur rund 300 Kilometer vor der japanischen Küste im Meer gelandet waren.

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Donald Trump: Alleingang gegen Nordkorea denkbar Quelle: AP

Der japanische Regierungssprecher Yoshihide Suga bezeichnete den Abschuss am Mittwoch als "extrem problematische Aktion." Japan könne die wiederholten Brüskierungen durch Nordkorea nicht tolerieren und habe Protest eingelegt. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sagte, er werde eng mit Südkorea und den USA in Sachen Sicherheit zusammenarbeiten. Weitere Provokationen durch Nordkorea seien möglich.

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Südkoreas Außenministerium verurteilte den Raketentest ebenfalls scharf: "Das ist ein Akt der Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der internationalen Gemeinschaft und der koreanischen Halbinsel." Das Land berief eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrates ein. Die wiederholten Raketentests Nordkoreas, mit denen das Land gegen Resolutionen der Vereinten Nationen verstößt, sind möglicherweise eine Antwort auf das jährliche gemeinsame Militärmanöver Südkoreas und der USA, das Anfang März startete. Nordkorea sieht in diesen Übungen eine Vorbereitung auf einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel und hat mit "starken Vergeltungsmaßnahmen" gedroht.

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US-Präsident Trump hat einen harten Kurs gegenüber der Regierung in Nordkorea angekündigt, die seit Januar 2016 auch schon zweimal Atomwaffen testen ließ. Von China fordert er mehr Handlungsbereitschaft. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte am Mittwoch bei einem Briefing für Journalisten, Nordkorea sei ein Test für die chinesisch-amerikanischen Beziehungen. "Wir würden gerne beim Thema Nordkorea zusammenarbeiten." In einem Zeitungsinterview hatte Trump gedroht, im Zweifelsfall seien die USA auch auf einen Alleingang gegen Nordkorea vorbereitet. Wenn China nicht in der Lage sei, das Problem zu lösen, "dann werden wir es tun." Am Donnerstag und Freitag trifft der US-Präsident Xi Jingping in seinem Privatressort in Florida.

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