Nordkorea: Trump befürchtet "großen Konflikt"

Nordkorea: Trump befürchtet "großen Konflikt"

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US-Präsident Donald Trump

Die Spannungen mit Nordkorea steigen mit jedem Tag. US-Präsident Trump glaubt, dass ein militärischer Konflikt ausbrechen könnte. Der Druck auf Pjöngjang steigt. Wie weit reicht Chinas Einfluss wirklich?

US-Präsident Donald Trump sieht die Gefahr einer Eskalation im Streit mit Nordkorea. „Es besteht die Möglichkeit, dass wir am Ende einen großen, großen Konflikt mit Nordkorea haben“, sagte Trump in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters in Washington. Er strebe im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm weiter eine diplomatische Lösung an. Doch sei dies sehr schwierig. Machthaber Kim Jong Un könne er nur schwer einschätzen. „Ich hoffe, dass er vernünftig ist.“

Vor den Ministerberatungen im Weltsicherheitsrat in New York warnte China vor überzogenen Erwartungen an seine Möglichkeiten, auf seinen störrischen Nachbarn einzuwirken. „Wir halten nicht den Schlüssel zur Lösung des Nordkorea-Problems“, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang und fügte direkt hinzu: „Wir haben den Konflikt nicht verschärft.“ Gemeinsame Anstrengungen seien erforderlich. China hatte die USA wiederholt aufgefordert, direkte Gespräche mit Nordkorea aufzunehmen.

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China unterstütze die Sanktionen der Vereinten Nationen und habe sich immer dafür eingesetzt, die Probleme durch Dialog zu lösen, betonte der chinesische Sprecher. Er wollte Äußerungen von US-Außenminister Rex Tillerson im Sender Fox News nicht bestätigen, dass China Nordkorea mit Sanktionen gedroht habe, sollte der isolierte Staat einen weiteren Atomtest unternehmen.

Das Vorgehen habe die chinesische Regierung gegenüber den USA bestätigt, sagte Tillerson. Er sah einen Beleg dafür, dass Peking bereit sei, mit der amerikanischen Regierung zusammenzuarbeiten, um den Druck auf Pjöngjang zu erhöhen. Die USA gehen davon aus, dass Peking großen Einfluss auf Nordkorea hat, auch weil rund 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels über China läuft.

Signal an Nordkorea USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf

Der Nordkorea-Konflikt gehört zu den größten Krisenherden weltweit. Die USA haben nun mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems begonnen. Ein atomgetriebenes Raketen-U-Boot legte bereits in Südkorea an.

Nordkorea-Konflikt Quelle: dpa

Nach zwei Atomversuchen und zahlreichen nordkoreanischen Raketentests seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region angespannt. Trump hatte bereits mehrfach mit Alleingängen gedroht und auch einen Militärschlag nicht ausgeschlossen. Am Mittwoch begann das US-Militär mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems in Südkorea. Auch haben die USA einen Flugzeugträger in die Region und ein Raketen-U-Boot in den südkoreanischen Hafen Busan entsandt.

Tillerson sagte dem Sender NPR, die USA seien durchaus offen für direkte Gespräche mit Nordkorea. Aber das Land müsse sich vorher dazu bereit erklären, sein Atomprogramm aufzugeben. „Wir hoffen, dass wir sie davon überzeugen können, dass sie diese Waffen nicht brauchen, um die Existenz ihres Regimes sicherzustellen“, sagte er. „Wir streben nicht den Kollaps des Regimes an. Wir wollen keine beschleunigte Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel. Wir wollen eine nuklearwaffenfreie Halbinsel.“

Bei der Sitzung des Weltsicherheitsrates wollte UN-Generalsekretär António Guterres das Gremium über die Lage informieren. Außer Tillerson nimmt auch Chinas Außenminister Wang Yi teil. Ein greifbares Ergebnis wie eine Erklärung, eine Resolution oder gar die Verabschiedung neuer Sanktionen sei nicht geplant, hieß es von der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen.

Ein hoher Sicherheitsbeamter der US-Regierung, der namentlich nicht genannt werden wollte, hatte am Mittwoch gesagt, die USA wägten derzeit eine Reihe von Optionen ab - neben diplomatischen und wirtschaftlichen auch militärische. Welche militärischen Optionen genau in Betracht gezogen werden, wollte er nicht sagen.

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