Obama in Panama: USA wollen Kuba von Terrorliste streichen

Obama in Panama: USA wollen Kuba von Terrorliste streichen

, aktualisiert 10. April 2015, 17:22 Uhr
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Unterstützer des Weißen Hauses halten eine kubanische Flagge empor. Die Beziehung zwischen den USA und Kuba entspannt sich zunehmend.

Die USA und Kuba steuern auf eine weitere Entspannung ihrer Beziehungen zu. Nun soll das Land nach mehr als 30 Jahren von der US-Terrorliste verschwinden.

Das US-Außenministerium empfahl Präsident Barack Obama nach Angaben eines Mitarbeiters des Senatsausschusses für Auswärtige Beziehungen vom Donnerstag, Kuba von der Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten zu nehmen. Die kommunistisch regierte Karibikinsel wurde 1982 auf die Liste gesetzt, auf der auch Iran, Syrien und Sudan stehen.

Obama ordnete eine Überprüfung an, nachdem er im Dezember eine diplomatische Annäherung zwischen Kuba und den USA verkündet hatte. Sollte er Kuba von der Liste streichen, würde dies unter anderem den Weg für die Wiedereröffnung von Botschaften ebnen, die seit 54 Jahren geschlossen sind.

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Angesichts des politischen Tauwetters erwägt die Citigroup eine Rückkehr auf die Karibikinsel. "Unsere Lizenz in Kuba ist noch gültig", sagte der für Lateinamerika zuständige Citi-Manager Francisco Aristeguieta am Donnerstag in Panama. "Wir besitzen sie seit 54 Jahren. Sie ist nie abgelaufen." Allerdings dürfte der Schritt "aus einer ganzen Reihe von politischen Gründen" seine Zeit brauchen.

US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raul Castro hatten im Dezember die Wiederaufnahme der 1961 gekappten diplomatischen Beziehungen angekündigt. Die US-Wirtschaft verfolgt die Entwicklung mit großem Interesse.

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Die Außenminister der USA und Kubas, John Kerry und Bruno Rodriguez, sind unterdessen zu dem ersten Treffen ranghoher Vertreter beider Staaten seit mehr als 50 Jahren zusammengekommen. Bei dem Gespräch am Vorabend des Amerika-Gipfels in Panama habe es Fortschritte bei der geplanten Annäherung der lange verfeindeten Länder gegeben, hieß es am Donnerstag in US-Regierungskreisen. Zuletzt hatten sich 1959 der damalige US-Vizepräsident Richard Nixon und Fidel Castro getroffen, der seinerzeit Regierungschef Kubas war. Nur kurze Zeit später verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten rapide.

Die längere Unterredung von Kerry und Rodriguez sei "sehr konstruktiv" gewesen, hieß es in den US-Regierungskreisen. Beide Seiten vereinbarten, weiter an der Lösung offener Fragen zu arbeiten. Auf dem Amerika-Gipfel am Freitag und Samstag wird auch eine Begegnung Obamas und Castros erwartet.

Diese haben kurz vor ihrem persönlichen Treffen beim Amerika-Gipfel in Panama telefoniert. Das teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Das Gespräch habe bereits am Mittwoch vor Obamas Reise nach Jamaika stattgefunden. Details des Gesprächs wurden nicht genannt.

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