Obama wird 50: Happy birthday Mr. President

Obama wird 50: Happy birthday Mr. President

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Barack Obama hat Geburtstag

von Angela Hennersdorf

Ein bisschen grauer, tiefere Falten – US-Präsident Barack Obama feiert am vierten August seinen 50. Geburtstag. Nach Theodore Roosevelt und Bill Clinton ist er der dritte US-Präsident der in seiner Amtszeit seinen 50. Geburtstag feiert. Das wichtigste für ihn persönlich im nächsten Lebensjahr: Die US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.

Gerade noch rechtzeitig vor seinem 50. Geburtstag ist diese Kuh erst einmal vom Eis: nach monatelangen zähen Verhandlungen ist die Staatspleite der Vereinigten Staaten von Amerika gerade noch einmal verhindert worden. Jetzt geht die Spar-Ära los in Amerika und das in einer Zeit einer lahmenden Konjunktur und weltweiten Befürchtungen über eine neue Rezession.

US-Präsident Obama hat bei dem tragischen Possenspiel in Washington um die Anhebung der Schuldenobergrenze keine gute Figur abgegeben. Zu lange hielt er sich zurück, ließ andere verhandeln, anstatt frühzeitig selbst einzugreifen und bettelte immer wieder um einen Kompromiss. Nichts da, die Republikaner ließen ihn zappeln wie einen Fisch auf dem Trockenen. Noch vor ein paar Tagen sagte der Präsident: „Ich wünsche mir zu meinem Geburtstag im Moment nichts mehr, als dass wir uns endlich einigen werden, diese Schuldenobergrenze anzuheben.“

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Schmachvolle Niederlage für die Demokraten

Das frühe Geburtstagsgeschenk bekam er. Am vergangenen Sonntag unterschrieb der US-Präsident einen „Deal“, dem er aber am liebsten gar nicht zugestimmt hätte – wie er unumwunden zugab. Aber es blieb ihm nichts anderes übrig. Sonst hätte er am 4. August als der Präsident der Vereinigten Staaten dagestanden, der seine Rechnungen nicht mehr hätte bezahlen können. Für viele seiner Parteifreunde ist der verabschiedete Plan ein Kuhhandel, eine Zumutung, eine schmachvolle Niederlage für die Demokraten. Schon wird in Washington kolportiert, nach diesem Deal wollten ihn nicht einmal mehr die Demokraten wiederwählen im kommenden Jahr.

So stehen denn auch Obamas Geburtstagsfeierlichkeiten ganz im Zeichen des Wahlkampf-Vorspiels und des Geldeinsammelns für seine Kampagne. In seiner Wahlheimat Chicago gab’s am Vorabend eine dicke Geburtstagsfeier. Die Ticketpreise pro Person kosteten bis zu 38 500 Dollar. Das gesammelte Geld geht zum Obama Victory Fund 2012. Gleichzeitig trommelt seine Fan-Gemeinde für ihn (ja, ein paar Fans hat Obama noch). Sie rufen im ganzen Land zu hunderten „Barack-Obama-House-Partys“ auf. Freiwillige sollen mindestens 50 Freunde einladen, gemeinsam den Geburtstag ihres Präsidenten feiern und ordentlich Wahlkampf für ihn machen.

Wie die Party ablaufen soll, dazu gibt’s im Internet die perfekte Anleitung, den House-Meeting-Host-Guide: „Ladet eure Freunde und Nachbarn am besten zu euch nach Hause ein oder in ein nettes Cafe“,  heißt es dort. Auch der Zeitplan ist vorgegeben. „Am besten fangt ihr zwischen 18:30 Uhr und 18:45 Uhr an und hört euch dann gemeinsam die Ansprache des Präsidenten zu seinem Geburtstag an. Obama bietet eine „special conversation“ per Internet-Video-Konferenz an seine Fan-Gemeinde. Schöne Fotos sollen auch geschossen werden von den House-Partys. Die schönsten werden auf der Homepage von Barack Obama veröffentlicht. So funktioniert Wahlkampf à la Obama: lokal und digital.

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