Opel und die Finanzmärkte: Guttenbergs Rettungsmission in die USA

Opel und die Finanzmärkte: Guttenbergs Rettungsmission in die USA

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Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) reist nach New York und Washington, um unter anderem mit der US-Regierung sowie der Spitze des Autobauers General Motors (GM) Lösungen für die Krise der deutschen GM-Tochter Opel auszuloten.

Opel, Opel und ein wenig die Welt retten, Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg steht bei seinem Antrittsbesuch in den USA unter Erwartungsdruck - und will sich doch nur informieren.

Den Fehler des NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers will zu Guttenberg nicht wiederholen. Der selbsternannte Arbeiterführer, in dessen Reich das Bochumer Opel-Werk liegt, war vor einigen Wochen mit viel Aplomp über den großen Teich gejettet, wollte in Detroit bei General Motors im Alleingang Opel retten und musste mit leeren Händen zurückfliegen.

Nein, zu Guttenberg dämpfte schon beim gestrigen Hinflug an Bord der Regierungsmaschine "Konrad Adenauer" die hohen Erwartungen. Er wolle sich aus erster Hand über die amerikanischen Pläne zu Opel informieren, sagte der Wirtschaftsminister den mitreisenden Journalisten. Mit GM-Chef Rick Wagoner und seinem Finanzchef Frederik Henderson will er sich dazu in Washington heute Abend in Washington treffen. Auch mit US-Finanzminister Timothy Geithner will er darüber sprechen und vor allem Fragen stellen.

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Treffen mit Bankern

Denn ein tragfähiges Konzept für Opel gibt es noch immer nicht, das für den Wirtschaftsminister den Einsatz deutscher Steuergelder rechtfertigen würde. Selbst über einfachste Punkte wie Nutzung von Patenten oder Vertriebswegen gibt es keine Klarheit. Was hat GM überhaupt mit Opel vor? Und was passiert, wenn GM Insolvenz anmelden würde? Und wie will die US-Regierung dem schließlich amerikanischen Autokonzern helfen? Zu Guttenberg will nicht aus der Hüfte schießen wie etwa SPD-Chef Franz Müntefering, der ohne Kenntnis der Lage schon einen Staatseinstieg propagiert. Vor dem 31. März stehen aber auch in den USA keinerlei Entscheidungen an.

Heute jedoch will sich zu Guttenberg zunächst in New York mit Bankern treffen. Es sind die CEOs von einstigen Investmentbanken, die nun als weniger riskante Universalbanken umfirmieren. Aus erster Hand will der Minister erfahren, wie lange die Finanzmarktkrise mit ihren toxischen Papieren noch die Welt in Atem halten dürfte. Natürlich alles auf Englisch, der Minister speaks fluently.

Gespräche zum G20-Gipfel

In Washington will sich der Minister anschließend der Obama-Regierung vorstellen - und stiehlt dem bisherigen Krisenmanager, Finanzminister Peer Steinbrück, ein wenig die Show. Denn der Wirtschaftsminister spricht mit dem US-Finanzminister, und das nicht nur über Opel. Auch die G20-Finanzmarktkonferenz am 2. April in London ist ein Thema. Hier will zu Guttenberg den Amerikanern klar machen, dass ihre Forderung nach weiteren Konjunkturhilfen der Europäer zunächst abgelehnt werden.

Es ist ein selbstbewußter Bundeswirtschaftsminister, der in die USA reist.

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