
Das "Open Forum", die öffentliche Diskussionsrunde des World Economic Forum ist bis auf den letzten Stuhl besetzt. Selbst auf der Balustrade neben den Treppen hat das Publikum Platz genommen. Viele ältere Einheimische sind darunter. Die Schüler der Schweizerischen alpinen Mittelschule, in deren Aula die Diskussion über "Wassermangel und Stress" stattfindet, genießen wohl lieber die traumhaften Pistenverhältnisse mit mehr als anderthalb Metern Schnee.
Die Diskussionsrunde ist hochkarätig besetzt: Nestle-Verwaltungsratschef Peter Brabeck-Letmathe ist natürlich dabei, als Initiator der Wasserinitiative des World Economic Forums (WEF) ist das sein großer Auftritt. Wasser ist das Thema, das im Vorfeld des Forums von den Medien am stärksten thematisiert wurde. WEF-Kritiker haben auf dem Auslagetisch mit Informationsmaterialien, einen Folder platziert, der "Die Wahrheit über Nestles Geschäfte mit dem Wasser" zum Thema hat.

Die skurrilsten Fakten zu Davos:
Mittlerweile zum 42. Mal kommt das Weltwirtschaftsforum in Davos zusammen. Das Thema diesen Jahres lautet "The Great Transformation: Shaping New Models" (zu deutsch: "Die große Transformation - neue Modelle gestalten"). Der Schweizer Nobelort hat 11.254 Einwohner - und wird im Tagungszeitraum von...
Quelle: Reuters
Quelle: dapdvon 4712 Soldaten der Schweizer Armee belagert. 866 Soldaten sollen im Durchschnitt täglich im Einsatz sein.
Quelle: AP156.000 US-Dollar kostet der Eintritt für die Teilnahme an privaten Sitzungen, ein Ticket ohne VIP-Status kostet mindestens 71.000 US-Dollar.
Quelle: dpa157 Millionen US-Dollar: So hoch war der Gewinn des Weltwirtschaftsforums 2010. Ähnlich hoch sind in diesem Jahr die Kosten. Sie werden nach Schätzungen 156 Millionen US-Dollar betragen. Das sind 0,3 Prozent von Warren Buffets Reinvermögen.
Quelle: Fotolia15.973 US-Dollar: Dieser Betrag wird schätzungsweise auf einer Feier beim Weltwirtschaftsforum vertrunken.
Quelle: dpaFrauenquote: 1 zu 5 ist das Verhältnis von Frauen zu Männern, welches das Weltwirtschaftsforum vorschreibt.
Quelle: APSeit dem ersten Weltwirtschaftsforum 1971 in Davos erlebte die Menschheit vier globale Rezessionen und sechs Rezessionen in den USA.
Quelle: dpaFünf Minuten benötigte Sharon Stone beim Weltwirtschaftsforum im Jahr 2005, um eine Million US-Dollar zu sammeln. Mit den Spenden wurde der Kampf gegen Malaria in Afrika unterstützt.
Quelle: PressebildIm Jahr 1924 schrieb Thomas Mann den „Zauberberg“. Ihm diente das Waldsanatorium in Davos als Vorlage. Seine Ehefrau Katia kurierte hier ihren Lungenspitzenkatarrh. 1957 wurde daraus das Waldhotel Davos.
Die skurrilsten Fakten zu Davos:
Mittlerweile zum 42. Mal kommt das Weltwirtschaftsforum in Davos zusammen. Das Thema diesen Jahres lautet "The Great Transformation: Shaping New Models" (zu deutsch: "Die große Transformation - neue Modelle gestalten"). Der Schweizer Nobelort hat 11.254 Einwohner - und wird im Tagungszeitraum von...
Quelle: Reuters
Von vielen Experten wird Wasser als die wichtigste Ressource überhaupt angesehen, denn ohne Wasser gibt es keine Landwirtschaft (auf die Landwirtschaft entfallen 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs) und auch die Energieerzeugung ist ohne Wasser schwer möglich: Für die Erzeugung eines Liters Biodiesel werden nicht weniger als 9.200 Liter Wasser gebraucht. Insgesamt steht der Welt ein nicht veränderbares Volumen von 4.500 Kubikkilometer sauberes Wasser zur Verfügung. Alles was darüber hinaus entnommen wird, geht an die Substanz, beispielsweise an die fossilen, nicht erneuerbaren Wasservorkommen in der Wüste. Seit zehn Jahren entnimmt die Menschheit schon 10 Prozent mehr Wasser, als ihr nachhaltig zur Verfügung stehen.
Nestle hat sich weltweit viele Wasservorkommen gesichert und macht mit einer Vielzahl an Wassermarken derzeit schon einen jährlichen Umsatz von zehn Milliarden Schweizer Franken. "Nestle ist ein Wasserjäger, ein Raubtier auf der Suche nach dem letzten sauberen Wasser dieser Erde", so kritisiert Maude Barlow, UN-Chefberaterin für Wasserfragen.











