Ostchinesisches Meer: Chinesische Staatsmedien fordern Härte im Seestreit

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Ostchinesisches Meer: Chinesische Staatsmedien fordern Härte im Seestreit

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Im Inselstreit im Ostchinesischen Meer wollen sich Japan und die USA eine Atempause verschaffen.

Peking darf nach dem Willen chinesischer Staatsmedien im Seestreit nicht nachgeben. Japan spielt den Konflikt hingegen herunter. Die USA raten ihren Airlines sogar indirekt zur Anmeldung von Flügen in China.

Im Streit um den Luftraum am Ostchinesischen Meer haben chinesische Staatsmedien Härte von Peking gefordert. China dürfe sich nicht von mahnenden Worten aus den USA, Europa oder Japan gegen die umstrittenen chinesische Luftraumüberwachungszone einschüchtern lassen, schrieb die englischsprachige Zeitung „Global Times“ am Samstag, die vom kommunistischen Parteiorgan „Volkszeitung“ herausgegeben wird.
Zuvor hatte das Blatt angekündigt, Peking sei zu einem langwierigen Konflikt mit Japan bereit. Allerdings dürfe es nicht unnötig zu einer Eskalation des Streits kommen.
In einem Artikel auf dem Onlineportal der Parteizeitung „Volkszeitung“ lobte Professor Su Hao von der China Foreign Affairs University die Verfolgung von Flugzeugen aus den USA und Japan am Freitag durch chinesische Kampfjets. „Wir haben der Welt unsere Fähigkeiten und unsere Rechte vor Augen geführt“, sagte er.
Beschwichtigende Töne kamen hingegen aus den USA. Das Außenministerium erklärte am Freitag, es erwarte grundsätzlich von US-Fluggesellschaften, dass sie sich an Fluganweisungen anderer Länder hielten. Damit legen die USA den Airlines nahe, Verkehrsflüge über dem strittigen Seegebiet in China anzumelden. Allerdings fügte das Außenministerium hinzu, Washington akzeptiere damit nicht die neuen Vorgaben aus Peking.

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Unterdessen spielte Japan den Konflikt herunter. Es sei nichts Besonderes passiert, sagte Verteidigungsminister Itsunori Onodera am Samstag zum Einsatz chinesischer Kampfjets vom Vortag. So habe sich zum Beispiel kein Flugzeug plötzlich genähert, sagte der Minister nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.
Militärflugzeuge der USA, Japans und Südkoreas waren in den vergangenen Tagen in die neue „Identifikationszone zur Luftverteidigung“ (ADIZ) geflogen, ohne die chinesische Seite vorher zu unterrichten. Peking hatte daraufhin nach eigenen Angaben Flugzeuge aus Japan und den USA von Jagdflugzeugen verfolgen lassen.

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