Osteuropa: Warum Österreichs Banken intensiv aufräumen müssen

Osteuropa: Warum Österreichs Banken intensiv aufräumen müssen

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Bauarbeiter arbeiten auf einer Baustelle des Konzerns Strabag

Österreichs Banken und Unternehmen haben sich besonders in Osteuropa engagiert – und werden von der dortigen Krise hart getroffen.

Hans Peter Haselsteiner hat gerade noch einmal die Kurve gekriegt. Jüngst erhielt der Strabag-Chef den Zuschlag für den Bau einer Autobahn in Polen. 106 Kilometer misst das Teilstück der A2 zwischen Nowy Tomysl und Swiecko, das bis zur Fußball-Europameisterschaft 2012 fertig sein soll. Rund 1,6 Milliarden Euro wird der größte Einzelauftrag aller Zeiten dem österreichischen Bauriesen in die Kassen spülen.

Der wichtigste Abschluss des Jahres hilft Strabag auch, den Umsatzrückgang in Osteuropa zu kaschieren. Dort wütet die Finanz- und Wirtschaftskrise nach wie vor erbarmungslos. Investitionsprojekte liegen brach, an vielen verwaisten Baustellen in Kiew oder Budapest prangen einsam die Schilder des Wiener Bauausführers. „In den meisten osteuropäischen Märkten rechnen wir nicht damit, dass die Baukonjunktur vor 2012 wieder anspringt“, sagt Vorstandsmitglied Christian Ebner.

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Expansionskurs jäh gestoppt

So wie Strabag ziehen sich derzeit viele österreichische Firmen in ihr Schneckenhaus zurück. Viel mutiger als deutsche oder französische Unternehmen waren sie in den vergangenen acht Jahren ausgezogen, um am schier märchenhaften Wachstum in Osteuropa teilzuhaben. Insbesondere Banken und Handelsketten erzielten zwischen Cheb und Moskau höhere Margen als in den Alpen – und starteten einen beispiellosen Expansionskurs.

Doch das Wirtschaftsmärchen hat ein jähes Ende gefunden. Gerade die heißen Ostmärkte außerhalb der EU befinden sich in freiem Fall: Die russische Wirtschaft wird dieses Jahr um rund acht Prozent schrumpfen, in der Ukraine könnte der BIP-Rückgang noch höher ausfallen. Aber auch in EU-Ländern wie Ungarn, Tschechien oder der Slowakei bremst die zunehmende Arbeitslosigkeit den Konsum und verhagelt den dort aktiven österreichischen Banken das Geschäft.

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