Pakistan: Entführter Amerikaner in Händen von Al-Kaida

Pakistan: Entführter Amerikaner in Händen von Al-Kaida

, aktualisiert 02. Dezember 2011, 04:33 Uhr
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Der neue Al-Kaida Anführer Eiman al-Sawahiri meldet sich per Videobotschaft

Quelle:Handelsblatt Online

Mitte August war der Amerikaner Warren Weinstein in Pakistan entführt worden. Jetzt hat sich Al-Kaida dazu bekannt. Das Terrornetzwerk fordert unter anderem die Freilassung aller Gefangener aus dem Lager Guantanamo.

Washington/BonnDas Terrornetz Al-Kaida hat nach Angaben ihres neuen Anführers Eiman al-Sawahiri in Pakistan einen Amerikaner in ihre Gewalt gebracht. In einem am Donnerstag veröffentlichten Video verlange er unter anderem die Freilassung aller Gefangenen im US-Lager Guantánamo auf Kuba, wie das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte IntelCenter in Alexandria bei Washington mitteilte.

Der Mitarbeiter der US-Hilfsorganisation USAID Warren Weinstein sei bereits Mitte August verschleppt worden. Al-Sawahiri verlangt in dem etwa halbstündigen Video zudem das Ende aller Militäraktionen der USA und ihrer Verbündeten in Pakistan, Afghanistan, im Jemen, Somalia und in Gaza. Zudem forderte er die Freilassung aller Mitglieder der Familie von Osama bin Laden.

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Der neue Al-Kaida-Anführer hatte sich erst vor zwei Wochen in einem Video zu Wort gemeldet und dabei betont, wie eng seine Freundschaft mit Bin Laden gewesen sei. Der Vorgänger Al-Sawahiris war im Mai bei einer amerikanischen Kommandoaktion in Pakistan getötet worden.

Die Entführung überschattet den Besuch des afghanischen Präsident Hamid Karsai am heutigen Freitag in Bonn. Karsai ist offiziell Vorsitzender der Internationalen Afghanistan-Konferenz, die in drei Tagen in der ehemaligen Bundeshauptstadt beginnen soll. Dabei sollen die Weichen für die Zukunft Afghanistans nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 gestellt werden.
Delegationen aus 85 Ländern und von 16 internationalen Organisationen werden am Montag in Bonn beraten. Dabei geht es um die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen, die Bemühungen um Friedensgespräche mit den radikal-islamischen Taliban, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die Stabilisierung der
gesamten Region.

Pakistan hatte wegen eines Nato-Angriffs auf zwei Militärposten seine Teilnahme an der Konferenz kurzfristig abgesagt. Dabei waren nach pakistanischen Angaben 24 Soldaten getötet worden. Pakistan hat eine Schlüsselrolle in der Region. Das Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Rückzugsraum der Taliban. Eine Stabilisierung der Region ist ohne die Atommacht Pakistan kaum möglich.


Quelle:  Handelsblatt Online
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