Park Geun-Hye: Südkoreas Ex-Präsidentin droht Haftbefehl

Park Geun-Hye: Südkoreas Ex-Präsidentin droht Haftbefehl

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Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye

Die Ex-Präsidentin Südkoreas ist in einen Korruptionsskandal verwickelt. Park Geun-Hye wird vorgeworfen, Schmiergeld von Firmenbossen wie etwa Samsung-Chef Jay Y. Lee angenommen zu haben.

Südkoreas Staatsanwaltschaft will einen Haftbefehl gegen Ex-Präsidentin Park Geun-Hye beantragen. Ein Haftbefehl war der nächste Schritt, um Park wegen Verbrechen wie Erpressung, Bestechung und Machtmissbrauch anzuklagen. Allein für Bestechung ist in Südkorea eine lebenslange Freiheitsstrafe möglich.

Die Ex-Präsidentin ist in einen Korruptionsfall verwickelt und wurde deshalb jüngst vom Verfassungsgericht des Landes ihres Amtes enthoben. Sie soll ihrer engen Vertrauten Choi Soon Sil geholfen haben, Unternehmen zu erpressen und Einfluss auf die Regierung zu nehmen. Vergangene Woche war Park erstmals zu den Vorwürfen befragt worden, was rund 14 Stunden dauerte.

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Konkret geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich Park mit Choi und einem ihrer Regierungsberater verbündet hat, um 16 Unternehmen zu erpressen, darunter auch Samsung. Insgesamt seien 69 Millionen Dollar (63,7 Millionen Euro) an zwei Nichtregierungsorganisationen gespendet worden, die Choi kontrollierte und für ihre persönliche Bereicherung nutzte. Die Unternehmen sagten aus, sie hätten aus Angst vor Geschäftsnachteilen oder stärkerer Steuerkontrollen nicht ablehnen können.

Südkorea Samsung-Erbe wird wegen Korruption angeklagt

Der ausufernde Schmiergeldskandal um Südkoreas Präsidentin Park und ihre Vertraute Choi droht auch den Erben und De-facto-Chef des größten und erfolgreichsten Unternehmen des Landes zu Fall zu bringen.

Samsung-Erbe Lee Jae Yong. Quelle: AP

Mit der Amtsenthebung Mitte März hatte das Verfassungsgericht ermöglicht, dass Park strafrechtlich verfolgt werden kann. Zuvor hatte sie Immunität genossen.

Bereits im Dezember hatte das südkoreanische Parlament entschieden, sie vom Amt zu suspendieren. Park hat die Vorwürfe gegen sie bisher zurückgewiesen. Sie entschuldigte sich lediglich dafür, ihrer Freundin vertraut zu haben. Sie sagte, Choi habe einige ihrer Reden bearbeitet - und sie habe ihrer Vertrauten bei der Öffentlichkeitsarbeit geholfen.

Südkorea bereitet sich unterdessen auf eine Präsidentschaftswahl vor: Am 9. Mai wird das Land Parks Nachfolger oder Nachfolgerin wählen. Als Favorit für die Wahl gilt Umfragen zufolge der Liberale Moon Jae In, der die Wahl vor fünf Jahren gegen die Ex-Präsidentin verlor.

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