Parlamentsjob-Affäre: Polizei befragt Mitarbeiter Le Pens

Parlamentsjob-Affäre: Polizei befragt Mitarbeiter Le Pens

, aktualisiert 22. Februar 2017, 14:27 Uhr
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Die Rechtspopulistin sprach bei einem öffentlichen Auftritt von „politischen Intrigen“.

Quelle:Handelsblatt Online

Die französischen Behörden haben Marine Le Pens Leibwächter und die Leiterin ihres persönlichen Stabes angehört. In der Affäre geht es um die Bezahlung von EU-Parlamentsmitarbeitern der Präsidentschaftskandidatin.

ParisIn der Affäre um die Bezahlung von EU-Parlamentsmitarbeitern der Rechtspopulistin Marine Le Pen treiben die französischen Behörden ihre Ermittlungen voran. Die Polizei hörte am Mittwoch Le Pens Leibwächter und die Leiterin ihres persönlichen Mitarbeiterstabes in Nanterre bei Paris an, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeiquellen berichtete. Für die Befragung seien die beiden Mitarbeiter in Gewahrsam genommen worden. Eine offizielle Bestätigung war zunächst nicht zu erhalten. Marine Le Pen sprach bei einem öffentlichen Auftritt von „politischen Intrigen“.

Die EU-Antibetrugsbehörde Olaf in Brüssel hatte der Deutschen Presse-Agentur in der vergangenen Woche bestätigt, Le Pen habe für einen Assistenten im EU-Parlament einen „rein fiktiven“ Arbeitsvertrag ausgestellt. Olaf reagierte damit auf einen Bericht des Informationsportals „Mediapart“, wonach Le Pens Leibwächter von Oktober bis Dezember 2011 offiziell als Parlamentsmitarbeiter beschäftigt war. Le Pen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

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Die französische Justiz gab Ende vergangenen Jahres Ermittlungen zur Bezahlung von Assistenten von Europaabgeordneten der Front National (FN) an Untersuchungsrichter weiter. Ob es einen Prozess in dieser Sache geben wird, ist jedoch noch offen.

Die Europafeindin und FN-Chefin Le Pen gilt laut Umfragen als Favoritin für die erste Runde der französischen Präsidentenwahl im April mit einem Stimmenanteil von über 25 Prozent. In der zweiten und entscheidenden Runde dürfte sie laut Umfragen entweder von dem bürgerlichen Anwärter François Fillon oder dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron geschlagen werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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