Pentagon rückt Zahlen heraus: USA haben 11.000 Soldaten in Afghanistan

Pentagon rückt Zahlen heraus: USA haben 11.000 Soldaten in Afghanistan

, aktualisiert 30. August 2017, 22:02 Uhr
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Ein Soldat der US-Marines bei Vorbereitungen zu einem Training für afghanische Einheiten in der Provinz Helmand.

Quelle:Handelsblatt Online

US-Präsident Trump will mehr Soldaten nach Afghanistan schicken, viele Experten und Wähler sind dagegen. Nun grätscht das Pentagon dazwischen und meldet, dass dort bereits mehr Soldaten sind als bisher bekannt.

WashingtonDas US-Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass sich deutlich mehr amerikanische Soldaten in Afghanistan befinden, als bislang öffentlich bekannt war. Derzeit seien rund 11.000 Militärangehörige in dem Land am Hindukusch stationiert, sagte der Direktor des Generalstabs, Kenneth F. McKenzie, am Mittwoch in Washington. Bislang hatte das Pentagon stets von 8400 Soldaten gesprochen.

Die neuen Angaben bedeuten keine Truppenerhöhung, sie gehen lediglich auf eine andere öffentliche Zählweise zurück. Dabei werden nach Angaben McKenzies nun etwa auch Militärangehörige berücksichtigt, die nur für eine kurze Zeit in Afghanistan sind.

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8400 Soldaten hatte die frühere US-Regierung als Obergrenze angegeben. Militärvertreter räumen seit langem stillschweigend ein, dass sich tatsächlich weit mehr US-Soldaten in dem Land befinden als nach der Obergrenze zulässig. Allerdings veranlassten Kommandeure Truppenentsendungen und -abzüge, von denen viele als „vorübergehend“ bezeichnet wurden, und nutzten andere Taktiken, um die Zahl der Soldaten öffentlich künstlich niedrig zu halten.

Pentagon-Sprecherin Dana White sagte, Verteidigungsminister James Mattis habe sich dazu entschlossen, für Transparenz zu sorgen. Deshalb lege man nun die tatsächliche Zahl offen. Sie lehnte es am Mittwoch aber ab, ähnlich genaue Angaben für den Irak und Syrien zu machen. Auch dort sind Tausende Soldaten mehr stationiert, als das Pentagon öffentlich einräumt.

Im Raum steht aber auch noch eine Truppenerhöhung für Afghanistan. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass die USA ihr Engagement in Afghanistan verstärken wollen. Mattis beauftragte seinen Generalstabschef Joseph Dunford damit, ihm diesbezüglich Empfehlungen vorzulegen.

Der Einsatz in Afghanistan ist mit fast 16 Jahren der längste Krieg der USA. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich zuletzt wieder drastisch verschlechtert. Nachbarland Pakistan protestiert seit Trumps Ankündigung entschieden gegen eine US-Truppenerhöhung.

Quelle:  Handelsblatt Online
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