„Petersberger Klimadialog“: Deutschland will G20 zu Ökostrom-Aktionsplan bewegen

„Petersberger Klimadialog“: Deutschland will G20 zu Ökostrom-Aktionsplan bewegen

, aktualisiert 22. Mai 2017, 10:43 Uhr
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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und der chinesische Minister Xie Zhenua sprechen sich beim „Petersberger Klimadialog“ für die Umsetzung eines Ökostroms-Aktionsplans aus.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz des Widerstands der USA will Deutschland die G20-Staaten von einer Umsetzung eines Ökostroms-Aktionsplans überzeugen. Auch China spricht sich für einen solchen Plan aus und will seinen Klimaschutzziele erfüllen.

BerlinDeutschland will trotz des Widerstands in den USA die größten Wirtschaftsnationen der Welt zu einem Umbauplan für das Energiesystem bewegen. „Unser Ziel ist die Verabschiedung eines Aktionsplanes, der dem Umbau der Energiewirtschaft in Richtung Erneuerbare Energien eine zusätzlichen Schwung verleiht“, kündigte Umweltministerin Barbara Hendricks am Montag bei der Eröffnung des „Petersberger Klimadialogs“ an. Klima- und Energiethemen sollten im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft der wichtigsten Wirtschaftsnationen zusammengeführt werden. Der G20-Gipfel findet Anfang Juli in Hamburg statt.

Das Ziel gilt als ehrgeizig, da US-Präsident Donald Trump bisher offengelassen hat, ob sein Land weiterhin Teil des Pariser Weltklimavertrags bleibt. Dies soll wohl noch vor dem G20-Gipfel entschieden werden. Auch Erneuerbaren Energien steht er skeptisch gegenüber. Die G7-Energieminister hatten wegen des Disputs über die Klimapolitik noch ganz auf eine Abschlusserklärung verzichtet. Im Rahmen der G20 sind so weder Umwelt- noch Energieministertreffen geplant.

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Hendricks sagte, Bundeskanzlerin Angela Merkel haben wegen der Klimapolitik zuletzt mit Trump telefoniert. Auch die EU versuche auf allen Ebenen, die USA zu einem Verbleib im Vertrag zu bewegen. Derzeit versuche die EU aber auch, mit Staaten wie etwa Kanada bei der Klimapolitik voranzukommen. „Es geht uns darum, dass Momentum in der Klimapolitik zu erhalten und gegebenenfalls an die Stelle der USA zu treten“, sagte sie. Selbst wenn die USA den Pariser Weltklimavertrag verließen, zeichne sich ab, dass fast alle Staaten an ihm festhielten. „Es wird kein Austritts-Domino geben“, sagte sie. Auch der chinesische Klimabeauftragte Xie Zhenhua betonte, sein Land werde die Verpflichtungen voll erfüllen und den Weg Richtung Klimaschutz weitergehen: „Kein Land, kein Volk, kann diesen Trend stoppen.“

Beim „Petersberger Klimadialog“ treffen sich seit 2010 etwa 30 Staaten. Am Dienstag wird Kanzlerin Angela Merkel zu den Ministern sprechen. Der „Petersberger Klimadialog“ dient seit 2010 dazu, die internationalen Verhandlungen informell voranzubringen. Am Dienstag sprechen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsident der Republik Fidschi, Josaia Voreqe Bainimarama.

Die Fidschi-Inseln haben bei der UN-Klimakonferenz im November den Vorsitz. Aus praktischen Gründen findet sie aber in Bonn statt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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