Italien
Italien hat nach Ende des Zweiten Weltkriegs bereits über fünfzig Regierungswechsel gesehen, im selben Zeitraum ist Deutschland mit Angela Merkel erst beim achten Regierungsoberhaupt angelangt. Zwar schien die Zeit der stark zersplitterten Parteienlandschaft, der Regierungskrisen und häufig wechselnden Parlamentsmehrheiten nach umfassenden Wahlrechtsreformen in den 1990er Jahren der Vergangenheit Italiens anzugehören, doch kommt das politische Gefüge nicht recht zur Ruhe.
Ende 2011 trat Ministerpräsident Silvio Berlusconi unter dem Schuldendruck des Landes zurück und der italienische Präsident Giorgio Napolitano beauftrage den parteilosen Wirtschaftswissenschaftler Mario Monti mit der Bildung einer Übergangsregierung. Doch nach den ersten Reformen der Technokraten Regierung, wuchs der Widerstand in der Bevölkerung gegen Sparpläne und Steuerdisziplin – der Ruf nach Neuwahlen wird laut. Auch die demokratische Partei Berlusconis droht die Regierungslinie nicht weiter mitzutragen. Die politische Stabilität des Landes ist mal wieder fraglich.

Es muss dann umso mehr beunruhigen, dass Deutschland seine Kasse an eine EU abgibt, in der sich eine Vielzahl von unregierbaren Ländern befindet.
Aus mehr Europa folgt dann mehr Unregierbarkeit.
Der Vergleich mit dem Jemen, Mexiko, etc. ist vielleicht nur zufällig, beschreibt aber die Risiken der Unregierbarkeit.