Präsidentschaftswahl 2016: Bush und Clinton laufen sich warm

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Präsidentschaftswahl 2016: Bush und Clinton laufen sich warm

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Hillary Clinton hält eine Rede anlässlich der Entwicklungszusammenarbeit mit der Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung in New York City.

von Martin Seiwert

Bei Republikanern und Demokraten in den USA wird bereits heftig darüber gestritten, wer 2016 als Präsidentschaftskandidat ins Rennen geschickt werden soll. Die besten Karten haben derzeit ausgerechnet zwei Vertreter der mächtigsten Politiker-Dynastien Amerikas: Die frühere Präsidenten-Gattin Hillary Clinton und Jeb Bush, Bruder des Ex-Präsidenten George W. Bush.

Die George-Washington-Brücke, die sich über den Hudson River zwischen Manhattan und New Jersey spannt, ist ein Ort der Superlative. 14 Fahrbahnen, auf denen sich jedes Jahr mehr als 102 Millionen Autos drängeln, machen sie zur meistbefahrenen Brücke der Welt und zur wichtigsten Lebensader von New York City. Mit dem Namen des ersten Präsidenten der Vereinigen Staaten wurde dem imposanten Bauwerk bei der Einweihung vor über 80 Jahren höchster Respekt gezollt, war es seinerzeit doch die längste Hängebrücke der Welt.

Seit kurzem wird ein neues, spektakuläres Kapitel in der Historie der Brücke geschrieben. Es ist die Geschichte eines politischen Skandals, der darüber entscheiden könnte, wer bei der Präsidentschaftswahl 2016 in die Fußstapfen von George Washington tritt: Chris Christie, Ende des Jahres noch beliebter Gouverneur von New Jersey und größter Hoffnungsträger der Republikaner für die Wahlen 2016, könnte mit einer teilweisen Sperrung der George-Washington-Brücke seine politische Karriere ruiniert haben.

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Mit dem Verkehrschaos, das die Straßensperrungen im Herbst 2013 auslösten, wollten Christie-Mitarbeiter offenbar Druck auf einen unliebsamen Bürgermeister ausüben. „Zeit für ein paar Verkehrsprobleme“, hatte eine enge Mitarbeiterin von Christie an einen Komplizen gemailt, der daraufhin die Straßen blockieren ließ. Wahlkampf auf dem Rücken von Autofahrern? Ein Gouverneur, der Staus erzeugt, statt sie zu bekämpfen? Amerika ist empört – und das seit nunmehr zwei Monaten. So lange schwelt der Skandal schon und ein Ende ist angesichts immer neuer Enthüllungen nicht in Sicht.

Christies Umfragewerte sinken derweil auf Tiefstwerte. Einen innerparteilichen Rivalen dagegen, den viele Republikaner beim Rennen um das höchste Amt im Staate bislang kaum auf der Agenda hatten, beflügelt der Skandal: Jeb Bush, Sohn des Ex-Präsidenten George Bush und jüngerer Bruder des ehemaligen Präsidenten George W. Bush. Kein anderer Politiker im Feld der möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten legt in Umfragen der Wahlforscher derzeit so rasant zu wie Bush. „Wenn man das Establishment der republikanischen Partei fragt, wie ihre Antwort auf den Niedergang von Chris Christie ist“, meint der Politikexperte und intime Kenner der Partei, Bill Kristol, „dann sagen sie nur zwei Worte: Jeb Bush.“

Laut aktueller Umfragen würden derzeit 47 Prozent der Amerikaner die einstige Präsidentengattin Hillary Clinton wählen. Bush führt das Feld der republikanischen Kandidaten mit 33 Prozent an – Tendenz steigend. Sollte sich der Höhenflug Bushs fortsetzen und die Demokratische Partei wie allgemein erwartet mit Hillary Clinton in die Präsidentschaftswahl gehen, dann steuert Amerika auf eine Wahl zu, die sich merkwürdig vertraut anhört: Bush gegen Clinton.

Analyse Das Comeback der Hillary Clinton

Einst galt sie als klare Favoritin der Demokraten für das höchste Amt in den USA, nun musste sie verzweifelt auf ein Comeback in New Hampshire hoffen. Für Hillary Clinton geriet die gestrige Vorwahl in New Hampshire zum Schicksalstag - mit glücklichem Ausgang.

US-Wahlkampf: Schaulaufen in Quelle: rtr

Wie schon 1992, als Bill Clinton gegen den amtierenden Präsidenten George Bush antrat, würden es auch 2016 wieder zwei Familien miteinander aufnehmen, die neben den Kennedys zu den einflussreichsten politischen Dynastien der Vereinigen Staaten gehören: Die Clintons, mit den beiden erfahrenen politischen Schlachtrössern Bill und seiner Frau Hillary sowie Tochter Chelsea, die sich mit diversen Charity-Aktivitäten gerade als Politikerin warmläuft. Die Bushs, mit den zwei lebenden Ex-Präsidenten George Bush und seinem Sohn George W., dem früheren Gouverneur Jeb, sowie einer eindrucksvollen Liste verstorbener Urahnen: Senator Prescott Bush, Samuel Bush, ein enger Berater von Präsident Herbert Hoover, und Franklin Pierce, 14. Präsident der Vereinigten Staaten.

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