Pressestab: Obama-Sprecher Carney tritt zurück

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Pressestab: Obama-Sprecher Carney tritt zurück

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Earnest gilt im Pressestab des Weißen Hauses als beliebt. Reporter begrüßten die Personalentscheidung mit Applaus.

Dreieinhalb Jahre war Jay Carney das Sprachrohr von US-Präsident Obama. Nun tritt er unvermittelt zurück. Auf ihn folgt Josh Earnest, ein weiterer Vertrauter Obamas.

Der bisherige Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, gibt seinen Posten auf. US-Präsident Barack Obama sagte am Freitag, es sei „bittersüß“, seinen Freund zu verabschieden. Gründe für das Ausscheiden nannte er nicht. Carney hat den Job seit dreieinhalb Jahren ausgeübt. Zuvor berichtete er als Reporter für das „Time“-Magazin aus dem Weißen Haus und wechselte dann zunächst als Kommunikationschef in den Stab von Vizepräsident Joe Biden.

„Er ist an dieser Stelle mit der Perspektive eines Reporters“, sagte Obama. „Deswegen denke ich - ob Sie mir glauben oder nicht -, wird er es vermissen, mit ihnen herumzuhängen.“

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Carneys Nachfolger wird der bisherige stellvertretende Sprecher Josh Earnest. Carney erklärte, die Amtsübergabe solle bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Allerdings nimmt Earnest bereits anstelle Carneys an der Europareise Obamas in der kommenden Woche teil.

Wissenswertes über die USA

  • Wenige Millionenstädte

    Obwohl die USA über 307 Millionen Einwohner haben, gibt es relativ wenige Millionenstädte. Es sind gerade einmal neun: New York (8,17 Millionen Einwohner), Los Angeles (3,79 Millionen), Chicago (2,95 Millionen), Houston (2,09 Millionen), Philadelphia (1,52 Millionen), Phoenix (1,45 Millionen), San Antonio (1,32 Millionen), San Diego (1,30 Millionen) und Dallas (1,19 Millionen).

  • 50 oder 51 Staaten?

    Wie viele Bundesstaaten haben die USA? Die richtige Antwort lautet: 50. Oftmals wird fälschlicherweise auch Washington, D.C. als Bundesstaat genannt. Die Abkürzung D.C. steht für „District of Columbia“. Der Distrikt gehört zu keinem Bundesstaat, sondern ist dem Kongress der Vereinigten Staaten direkt unterstellt.

  • Beliebte deutsche Wörter

    Es gibt eine ganze Reihe von deutschen Wörtern, die ins amerikanische Englisch eingedrungen sind. Darunter die bekannten Vokabeln Oktoberfest, Autobahn, Blitzkrieg, angst und kindergarten. Aber auch: wunderkind, waldsterben und doppelganger.

  • Deutsch als Amtssprache?

    Seit 200 Jahren hält sich hartnäckig eine Legende, die besagt, dass Deutsch um ein Haar die offizielle Landessprache der USA geworden wäre. Wahr ist, dass knapp jeder dritte Bürger im US-Ostküstenstaat Pennsylvania zu Beginn des 19. Jahrhunderts deutsche Wurzeln hatte. US-weit lag der Bevölkerungsanteil der Deutschen bei nicht einmal zehn Prozent. Und: Eine Abstimmung über die Amtssprache der USA hat niemals stattgefunden, auch nicht auf regionaler Ebene.

  • Skurrile Gesetze

    In den USA gibt es Unmengen von unsinnigen Gesetzen. Eine Auswahl gefällig? Alabama verbietet das Fahren eines Fahrzeugs mit verbundenen Augen, während man in Florida auf Parkplätzen kein Ständchen singen darf – wenn man nur Badeshorts anhat. Die Stadt Gary in Indiana stellt sich dem Mundgeruch. Nach einem ausgiebigen Knoblauchverzehr ist es vier Stunden lang untersagt, ins Kino oder Theater zu gehen, oder auch nur die Straßenbahn zu benutzen. In der Weltstadt New York ist es verboten, sich den Daumen in die Nase zu stecken und dabei mit den Fingern zu wackeln.

Earnest gilt im Pressestab des Weißen Hauses als beliebt. Reporter begrüßten die Personalentscheidung mit Applaus. Earnest kommt aus Kansas City und ist seiner Heimat, vor allem der dortigen Baseball-Mannschaft Royals, nach Obamas Worten weiterhin eng verbunden. Obama würdigte Earnest, sein Name beschreibe sein Verhalten. Das Wort „earnest“ bedeutet auf Deutsch „aufrichtig“. „Josh ist ein aufrichtiger Typ und man findet selbst außerhalb Washingtons keinen netteren Mann“, sagte er.

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Zur Hauptaufgabe des Sprechers des Weißen Hauses gehören regelmäßige Pressekonferenzen und Fragerunden mit Journalisten. Earnest sagte, er sei dankbar und aufgeregt und freue sich auf die kommenden Jahre mit den Journalisten.

Bislang übernahm Earnest häufig die Briefings der Reporter im Weißen Haus oder an Bord der Air Force One, wenn Carney nicht anwesend war. Earnest arbeitet seit 2008 mit Obama zusammen. Damals war er für Fragen rund um den Staat Iowa in seinem Wahlkampfteam zuständig.

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