Privataudienz im Vatikan: Papst Franziskus empfängt Merkel

Privataudienz im Vatikan: Papst Franziskus empfängt Merkel

, aktualisiert 17. Juni 2017, 11:39 Uhr
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Eigentlich werden keine Spitzenpolitiker im Wahlkampf empfangen, da der Kirchenstaat in solchen Fällen Neutralität bewahren will (Archivfoto).

Quelle:Handelsblatt Online

Bereits zum vierten Mal wurde die deutsche Kanzlerin am Samstag von Papst Franziskus empfangen. Während der Privataudienz mit dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sollen die G20-Themen im Mittelpunkt stehen.

Rom/Vatikanstadt Papst Franziskus hat Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Einsatz für den Frieden gestärkt. „Für die Arbeit, die Sie für den Frieden tun“, sagte Franziskus nach der rund 40-minütigen Privataudienz am Samstag in Rom und überreichte ihr eine Medaille mit einem Olivenzweig. Es war bereits die vierte Audienz, zu der das katholische Kirchenoberhaupt die CDU-Politikerin im Vatikan empfing. „Danke, dass ich wieder hier sein kann“, sagte Merkel lächelnd zu Franziskus bei der Begrüßung.

Nach der Unterredung überreichte Merkel dem Pontifex Süßigkeiten aus seiner Heimat Argentinien, die sie vor wenigen Tagen besucht hatte: den karamellartigen Brotaufstrich Dulce de Leche und Alfajores, mit Schokolade umhüllte Kekse. „Das kennen Sie ja“, sagte sie. Das katholische Kirchenoberhaupt schenkte Merkel neben der Medaille drei seiner Schreiben.

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Im Mittelpunkt der Gespräche dürften die Schwerpunkte des G20-Gipfels in Hamburg Anfang Juli gestanden haben, der von Merkel geleitet wird. Fortschritte bei zentralen Themen wie Freihandel, Klimaschutz, Migration sowie beim Kampf gegen Armut sind wegen der Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump fraglich. Die Protestantin Merkel dürfte sich vom Papst Rückendeckung erwartet haben: beide stehen bei vielen Themen inhaltlich eng beieinander.

Mit dem Empfang der Kanzlerin brach das katholische Kirchenoberhaupt mit einem ungeschriebenen Gesetz im Vatikan: Eigentlich werden keine Spitzenpolitiker im Wahlkampf empfangen. Der Kirchenstaat ist in solchen Fällen um Neutralität bemüht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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