Proteste wegen Hochhausbrand: Polizei bringt May vor Demonstranten in Sicherheit

Proteste wegen Hochhausbrand: Polizei bringt May vor Demonstranten in Sicherheit

, aktualisiert 17. Juni 2017, 11:05 Uhr
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Sicherheitskräfte reagieren auf Demonstranten, die in das Rathaus von Kensington vorgedrungen sind. Die Demonstranten geben nach der Brandkatastrophe im Grenfell Tower am 14.06.2017 den Behörden eine Mitschuld und fordern Antworten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Brandkatastrophe in London sorgte am Freitag für Proteste gegen die britische Regierung. Demonstranten forderten Entschädigungen für die Opfer. Premierministerin May musste in Sicherheit gebracht werden.

LondonDemonstrationen für die Opfer des Londoner Hochhausbrands haben sich zu Protesten gegen die britische Regierung ausgeweitet. Mehrere Gruppen von Demonstranten in der britischen Hauptstadt versammelten sich am Freitagabend in Kensington in der Nähe des Grenfell Tower sowie im Regierungsbezirk Westminster.

Zuvor waren wütende Demonstranten in das Bezirksrathaus in Kensington eingedrungen. Die Menschen bahnten sich ihren Weg durch die automatische Tür des Gebäudes und versuchten, auch in die oberen Stockwerke zu gelangen. Sie wurden von Polizei und Rettungskräften zurückgehalten. Später verlagerten sie ihre Proteste an den Brandort.

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Auf Bannern und Plakaten stand „Gerechtigkeit für Grenfell! Wir fordern die Wahrheit“. Auch Slogans wie „Werft die Tories raus!“ und „Trotzt der Tory-Herrschaft“ waren zu lesen.

Am frühen Abend skandierten Hunderte Menschen „May muss gehen!“, als sie Richtung Downing Street zogen, wo Premierministerin Theresa May ihr Büro hat. Zuvor war May als „Feigling“ beschimpft worden, als sie aus einer Londoner Kirche in der Nähe des Brandorts kam. Dort hatte sie den Opfern Hilfe in Millionenhöhe versprochen. Die Polizei musste die Premierministerin Theresa May vor den wütenden Demonstranten in Sicherheit bringen. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters berichtete, zornige Menschen seien am Freitag Mays Auto hinterher gelaufen und hätten sie angebrüllt.

Weitere Solidaritätskundgebungen für die Opfer fanden auch in anderen britischen Städten statt - so etwa im schottischen Edinburgh, im nordirischen Londonderry, in Liverpool, Oxford, Bristol und Portsmouth.

Bei der Brandkatastrophe am Grenfell Tower im Londoner Stadtteil Kensington waren in der Nacht zum Mittwoch mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende werden noch vermisst.

May steht wegen ihrer Reaktion auf den Großbrand unter Druck. Auch Mitglieder ihrer eigenen Konservativen Partei werfen ihr vor, sich unter anderem zu spät mit den Opfern getroffen zu haben. Diese wurden von dem Oppositionsführer Jeremy Corbyn, Bürgermeister Sadiq Khan und der 91-jährigen Königin Elizabeth II. besucht. Die Katastrophe hat zudem Fragen über ein mögliches Versagen der Behören aufgeworfen

Quelle:  Handelsblatt Online
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