Provokation: Nordkorea feuert wieder Raketen ab

Provokation: Nordkorea feuert wieder Raketen ab

, aktualisiert 23. März 2014, 10:25 Uhr
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Der Weltsicherheitsrat untersagt Nordkorea per Resolution den Start von Raketen „unter Verwendung ballistischer Raketentechnik“.

Mal feuert Nordkorea Raketen abends ab, mal am frühen Morgen. Mal sind es nur wenige, dann wieder mehrere Dutzend. Was unorthodox aussieht, hat einen rationalen Hintergrund. Nordkorea protestiert gegen Militärmanöver im Nachbarland.

Gut einen Monat nach Beginn der Frühjahrsmanöver der Streitkräfte der USA und Südkoreas hat das nordkoreanische Militär seine Raketentests fortgesetzt. Am Wochenende registrierte Südkorea innerhalb von 24 Stunden 46 Kurzstreckenraketen, die von der Ostküste Nordkoreas abgefeuert wurden - drei Salven am Samstagmorgen und zwei am frühen Sonntagmorgen. Die Raketen flogen den Angaben des Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte zufolge rund 60 Kilometer weit in Richtung offenes Meer.

Nordkorea testet zwar regelmäßig Raketen von kurzer Reichweite. Doch Südkorea geht davon aus, dass das Nachbarland mit der jüngsten massiven Testreihe auch auf die laufenden Manöver in Südkorea reagiert und Warnsignale aussendet. Das Regime des kommunistischen Nordkorea wirft den USA und Südkorea vor, mit ihren jährlichen Übungen einen Angriff vorzubereiten. Das wird von beiden Ländern bestritten. Die mehrwöchigen gemeinsamen Feldübungen unter dem Namen „Foal Eagle“ sollen noch bis zum 18. April dauern.

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Das südkoreanische Militär vermutete, dass es sich am Wochenende erneut um Boden-Boden-Raketen der FROG-Serie gehandelt haben könnte, die noch in der Sowjetunion entwickelt wurden. Erst eine Woche zuvor hatte Nordkorea nach südkoreanischen Angaben 25 Raketen verschossen. Auch danach hatte es geheißen, es könnten FROG-Raketen gewesen sein.

Zuletzt hatte Nordkoreas Militär auch mehrere Scud-Kurzstreckenraketen an der Ostküste mit Reichweiten von bis zu mehr als 500 Kilometern gestartet. Außerdem waren Mehrfachraketen-Systeme zum Einsatz gekommen. Nordkorea hatte die Raketentests als Teil von Routineübungen bezeichnet. Der Weltsicherheitsrat untersagt dem Land per Resolution den Start von Raketen „unter Verwendung ballistischer Raketentechnik“.

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Das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm wird auch ein Schwerpunkt der Gespräche der südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye mit den Staats- und Regierungschefs Chinas, der USA und Japans am Rande des Weltgipfeltreffens zur Nuklearsicherheit in Den Haag (24. und 25. März) sein. Park werde zunächst am Sonntagabend nach ihrer Ankunft in den Niederlanden mit Chinas Staatschef Xi Jinping zusammentreffen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Außerdem ist während der Konferenztage ein Dreier-Gespräch mit US-Präsident Barack Obama und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe geplant.

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