Nordkorea bezeichnet Trump als „Kriegshetzer“

Reaktion auf Asienreise: Nordkorea bezeichnet Trump als „Kriegshetzer“

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Die USA und Südkorea begannen ein gemeinsames Seemanöver.

Wie erwartet hat Nordkorea die Asienreise von Trump kritisiert. Pjöngjang reitet Verbalattacken gegen die Person des US-Präsidenten. Doch heizt es - wie zuvor schon Trump - den Atomstreit nicht weiter an.

In einer Reaktion auf die derzeitige Asienreise von Donald Trump hat Nordkorea den US-Präsidenten als „Kriegshetzer“ bezeichnet. Vor dem Hintergrund des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm warf das Außenministerium in Pjöngjang Trump am Samstag vor, förmlich „um einem Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel gebettelt zu haben“. Unterdessen begannen die Streitkräfte der USA und Südkoreas nach Angaben Seouls östlich der koreanischen Halbinsel ein gemeinsames Seemanöver, an dem sich auch drei US-Flugzeugträger beteiligen sollen.

„Während des Besuchs offenbarte Trump seine wahre Natur als Zerstörer des Weltfriedens und der Stabilität“, hieß es in der Erklärung Pjöngjangs. Nordkorea werde seine Pläne zum Aufbau einer Atomstreitmacht beschleunigen. Das Ministerium beschuldigte Trump zugleich, lediglich eine „Geschäftsreise“ unternommen zu haben, um die amerikanische Verteidigungsindustrie zu bereichern. Die Erklärung wurde von den Staatsmedien veröffentlicht.

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Trotz der Beschuldigungen fiel die Reaktion des diplomatisch isolierten Landes nach Ansicht von Beobachtern eher moderat aus. Trump hatte am Mittwoch bei einem Besuch in Seoul deutliche Warnungen an die Adresse Nordkoreas gerichtet, den Konflikt aber nicht weiter angeheizt.

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Die Kriegserklärung bleibt aus. In Seoul ist Trump in der Sache sehr deutlich, lässt seine scharfen Rhetorikpfeile aber im Köcher. Der Norden müsse abrüsten - dann könne es auch einen gemeinsamen Weg geben.

US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede in Seoul, Südkorea. Quelle: REUTERS

In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen in der Region deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte. Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatten sich mit Beschimpfungen und harschen Drohungen überzogen. Das nährte große Sorgen vor einem Krieg.

Das viertägige Seemanöver mit den USA soll nach Angaben der südkoreanischen Streitkräfte dazu beitragen, die Abschreckung gegen die Bedrohungen Nordkoreas zu verbessern. Die US-Marine hatte zuvor angekündigt, dass Kampfgruppen der Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“, der „USS Nimitz“ sowie der „USS Theodore Roosevelt“ vom 11. bis zum 14. November in „internationalen Gewässern“ des westlichen Pazifiks ein Manöver zur gemeinsamen Koordination durchführen würden.

Das Manöver soll unter anderem Luftabwehrübungen und die Seeraumüberwachung umfassen. Nach Angaben Südkoreas nehmen sieben südkoreanische Marineschiffe einschließlich Zerstörern und Begleitschiffen daran teil.

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