Rebellion in Iran: G8 fordern friedliche Lösung in Iran

Rebellion in Iran: G8 fordern friedliche Lösung in Iran

Bild vergrößern

Weltweite Proteste gegen die Gewalt in Iran

Die Außenminister der G8-Staaten fordern Iran zur Einhaltung fundamentaler Rechte und zu einer friedlichen Lösung der Krise auf. Unterdessen verlangt ein Ayatollah "starke und grausame" Strafen für die Anführer der Proteste.

Die führenden Industriestaaten und Russland (G8) haben ein gemeinsames politisches Zeichen gegen die Welle der Gewalt und der Verhaftungen in Iran gesetzt. Die Chefdiplomaten der G8 äußerten sich „besorgt“ über die tödliche Gewalt in Iran nach dem umstrittenen Wahlsieg des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad.

Sie appellierten an die iranische Führung, nach einer friedlichen Lösung der Krise zu suchen und fundamentale Menschenrechte wie die Meinungsfreiheit zu achten. Auf Druck Russlands wurde in diesem Zusammenhang die „volle Achtung der iranischen Souveränität“ betont.

Anzeige

„Wir haben eine klare Sprache gefunden“, zeigte sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zufrieden mit der gemeinsamen Antwort der acht Minister auf das „brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte“. Die G8 verlangt, dass die Gewalt gegen Demonstranten sofort aufhört und ist solidarisch mit den Opfern von Unterdrückung.

Ayatollah fordert harte Strafen

Große Sorge äußerte der italienische Außenminister Franco Frattini zum Stillstand der Verhandlungen mit Teheran über das Atomprogramm. „Wir laufen gegen die Zeit an“, sagte er. Das Angebot zu Gesprächen bestehe weiter. Es sei aber nicht unbegrenzt. Im September werde man die Haltung Teherans überprüfen. „Der Konflikt um das iranische Atomprogramm bleibt ungelöst“, hielt Steinmeier fest.

Vor Ort hingegen hat ein ranghoher iranischer Ayatollah eine harte Bestrafung der Anführer der Proteste gegen das amtliche Endergebnis der Präsidentenwahl gefordert. Die Regierung solle sie „stark und grausam“ bestrafen, sagte Ayatollah Ahmed Chatami während des Freitagsgebets an der Universität Teheran, das landesweit im Fernsehen übertragen wurde. Auch erklärte er, dass die zur Ikone gewordene Neda Agha Soltan, die offenbar bei Protesten in Teheran erschossen wurde, nicht von Sicherheitskräften, sondern von Demonstranten getötet worden sei.

Mussawi kritisiert Auflagen

Der iranische Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi kündigte unterdessen an, er wolle für künftige Proteste vorab die Behörden um Erlaubnis ersuchen. Gleichzeitig kritisierte er aber, dass die ihm hierfür gemachten Auflagen unfair seien. Das Innenministerium verlange von ihm, Veranstaltungen eine Woche vorher zu beantragen und dafür auch persönlich zu erscheinen, wie Mussawi auf seiner offiziellen Website mitteilte.

Der nach offizieller Darstellung bei der Wahl vom 12. Juni unterlegene Reformkandidat hat seit über einer Woche keinen Protest mehr angeführt. Zuletzt wurden alle Proteste von einer Übermacht der Sicherheitskräfte im Keim erstickt.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%