Regierungscomputer gehackt: Litauen entdeckt russische Spionage-Software

Regierungscomputer gehackt: Litauen entdeckt russische Spionage-Software

, aktualisiert 22. Dezember 2016, 19:25 Uhr
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Der Chef des nationalen Cyber-Sicherheitsdienstes sagt, dass es seine Behörde russische Spionagesoftware entdeckt habe.

Quelle:Handelsblatt Online

Russische Spionagesoftware soll in Litauen Passwörter und Dokumente abgegriffen und an russische Geheimdienststellen geschickt haben. Aufgespielt worden sei die Software durch USB-Sticks.

Litauen hat in diesem Jahr nach Angaben des nationalen Cyber-Sicherheitsdienstes auf drei Computern von staatlichen Institutionen russische Spionage-Software entdeckt.

Die Programme sollen Passwörter und Dokumente abgegriffen und an russische Geheimdienststellen oder mit russischen Spionageaktivitäten verbundene Internet-Adressen geschickt haben, sagte Behördenleiter Rimtautas Cerniauskas am Donnerstag der Agentur BNS. Aufgespielt worden sei die Software auf die Computer der nicht genannten Behörden des EU- und Nato-Landes durch USB-Sticks.

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Der litauische Verfassungsschutz hatte in den vergangenen Jahren regelmäßig über eine rege Spionagetätigkeit Russlands berichtet. Auch wurden mehrere russische Diplomaten wegen des Verdachts auf Spionage ausgewiesen. Im Herbst wurde von den litauischen Sicherheitsbehörden eine im Fernsehen beworbene Telefon-Hotline eingerichtet, bei der Bürger mutmaßliche ausländische Spione melden können.

Große Hackerangriffe der letzten Jahre

  • Ebay

    Bei der im Mai 2014 bekanntgewordenen Attacke verschafften sich die Hacker Zugang zu Daten von rund 145 Millionen Kunden, darunter E-Mail- und Wohnadressen sowie Login-Informationen. Die Handelsplattform leitete einen groß angelegten Passwort-Wechsel ein.

  • Target

    Ein Hack der Kassensysteme des US-Supermarkt-Betreibers machte Kreditkarten-Daten von 110 Millionen Kunden zur Beute. Die Angreifer konnten sich einige Zeit unbemerkt im Netz bewegen, die Verkäufe von Target sackten nach Bekanntgabe im Dezember 2013 ab, weil Kunden die Läden mieden.

  • Home Depot

    Beim Angriff auf die amerikanischen Baumarkt-Kette gelangten Kreditkarten-Daten von 56 Millionen Kunden in die Hand unbekannter Hacker, wie im September 2014 mitgeteilt wurde. Später räumte Home Depot ein, dass auch über 50 Millionen E-Mail-Adressen betroffen waren.

  • JP Morgan

    Die Hacker erbeuteten bei der im August 2014 bekanntgewordenen Attacke auf die US-Großbank die E-Mail- und Postadressen von 76 Millionen Haushalten und 7 Millionen Unternehmen.

  • Sony Pictures

    Ein Angriff, hinter dem Hacker aus Nordkorea vermutet wurden, legte für Wochen das gesamte Computernetz des Filmstudios lahm. Zudem wurde die E-Mail-Korrespondenz aus mehreren Jahren erbeutet, die Veröffentlichung vertraulicher Nachrichten sorgte für höchst unangenehme Momente für mehrere Hollywood-Player.

  • Ashley Madison

    Eine Hacker-Gruppe stahl im Juli 2015 Daten von rund 37 Millionen Kunden des Dating-Portals. Da Ashley Madison den Nutzern besondere Vertraulichkeit beim Fremdgehen versprach, waren die Enthüllungen für viele Kunden schockierend.

  • Vtech

    Der Spezialist für Lernspielzeug räumte den Hacker-Angriff im November 2015 ein. Später wurde bekannt, dass fast 6,4 Millionen Kinder-Profile mit Namen und Geburtsdatum betroffen waren, davon gut 500.000 in Deutschland.

Quelle:  Handelsblatt Online
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