Reisewarnung: Deutscher Botschaftsmitarbeiter im Jemen erschossen

ThemaNaher Osten

Reisewarnung: Deutscher Botschaftsmitarbeiter im Jemen erschossen

In Sanaa ist ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft erschossen worden. Das bestätigte das Auswärtige Amt am frühen Montagmorgen. Das Opfer sei ein deutscher Sicherheitsbeamter, gab eine Sprecherin bekannt.

Nach Informationen aus jemenitischen Sicherheitskreisen wurde der Mann am Sonntag beim Verlassen eines Supermarktes von Schüssen getroffen. "Wir glauben, dass Al-Kaida hinter dem Anschlag steht", hieß es aus Polizeikreisen. Berichte, wonach Botschafterin Carola Müller-Holtkämper entführt werden sollte, bezeichnete die Sprecherin des Auswärtigen Amtes als unzutreffend. Der TV-Sender Al-Arabija hatte zuvor berichtet, Müller-Holtkämper habe entkommen können. Die islamistische Extremistenorganisation Al-Kaida im Jemen hat wiederholt versucht, Ziele des Westens anzugreifen. Der Jemen ist Verbündeter der USA im Kampf gegen islamistische Extremisten.
Der Botschaftsmitarbeiter sei im Stadtbezirk Hadda erschossen worden, in dem sich auch die Botschaft befindet, hieß es in den Kreisen. Das Auswärtige Amt erklärte, sich gemeinsam mit den jemenitischen Behörden um eine Aufklärung der Hintergründe zu bemühen.
Es rät von Reisen in das Land ab. Es bestünden erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge. Zudem bestehe in ganz Jemen die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden. Nach Warnungen vor Al-Kaida-Anschlägen schloss Deutschland wie mehrere andere westliche Länder Anfang August seine Vertretung für zwei Wochen. Müller-Holtkämper ist erst seit kurzem Botschafterin im Jemen.

Weitere Artikel

Unterdessen entführten Unbekannte am Sonntag in dem Land einen afrikanischen Angestellten des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, wie ein Mitarbeiter der UN-Organisation sagte. Der Mann war auf dem Weg von Sanaa in die Küstenstadt Hudaida. Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Akap) wird für mehrere tödliche Anschläge auf Ausländer und Vertreter der Regierung seit 2011 verantwortlich gemacht. Im November vergangenen Jahres wurden ein saudiarabischer Diplomat und sein jemenitischer Leibwächter getötet. Einen Monat zuvor erschossen Maskierte einen jemenitischen Mitarbeiter des Sicherheitsteams der US-Botschaft.
Im Zuge des Arabischen Frühlings versuchten Extremisten 2011, die Kontrolle in Städten des Jemen zu übernehmen. Mit Hilfe der USA wurden sie jedoch zurückgeschlagen. Seither operieren im Süden des Landes verschiedene kleinere Gruppierungen.

Anzeige
Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%