Rettungs-Szenarien: Das Lösungsmodell der Konsens-Politiker

Rettungs-Szenarien: Das Lösungsmodell der Konsens-Politiker

Deutschland und Frankreich haben sich auf eine gemeinsame Strategie geeinigt, wie das hoch verschuldete Griechenland gerettet werden soll. Offizielle Angaben gibt es noch nicht. Doch einige Details sind durchgesickert. Fünf Modelle kommen in Frage. Wir wagen eine Prognose, welches Szenario sich durchsetzt.

Der "Haircut"

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Was bedeutet ein Haircut für Griechenland?

Griechenland würde sich unter dem Druck der Schuldenlast für zahlungsunfähig erklären. Anschließend müsste das Land – oder ein Schlichter – mit den Gläubigern verhandeln, in welchem Maße die Geldgeber zu einem Forderungsverzicht bereit wären.

Der Vorteil: Griechenland wäre von heute auf morgen einen großen Teil seiner Schulden los – und könnte neu anfangen. Die Wirtschaft könnte mit Investitionsprogrammen angekurbelt werden. Die Staaten der Eurozone könnten darauf hoffen, keine weiteren Hilfszahlungen mehr nach Athen überweisen zu müssen.

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Der Ruf wäre ruiniert

Der Nachteil: Griechenlands Ruf und damit seine Kreditwürdigkeit am Finanzmarkt wäre auf Jahre ruiniert. Investoren würden Abstand von dem Land nehmen, der Zugang zu frischem Geld am Kapitalmarkt wäre verbaut. Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt zudem davor, dass ganz Europa in eine Kreditklemme geraten könnte. Investoren wären vermutlich skeptisch, ob sie ihr verliehenes Geld aus anderen Euro-Schuldenstaaten zurückbekommen. Insbesondere die Pleiteländer Irland und Portugal, möglicherweise aber auch Spanien und Italien würden kein Geld mehr zu bezahlbaren Konditionen bekommen.

Ein weiteres Problem: Viele Banken aus der Eurozone sind in Griechenland involviert. Ihnen drohen milliardenschwere Verluste, die EZB müsste unter Umständen die Banken in den Pleiteländern finanzieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sollen dem Präsidenten der EZB, Jean-Claude Trichet, in der Nacht versichert haben, kein Modell zu Lasten der EZB durchsetzen zu wollen. Zudem fürchten die Staatschefs ein Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Länder.

Wahrscheinlichkeit eines "Haircuts": 1 Prozent.

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