Rettungsschirm: Unionsfraktionsvize Fuchs: "Kein zusätzlicher Cent für Griechenland"

Rettungsschirm: Unionsfraktionsvize Fuchs: "Kein zusätzlicher Cent für Griechenland"

von Silke Wettach und Christian Ramthun

In der Unionsfraktion wächst offenbar der Widerstand gegen weitere Hilfszusagen für Griechenland. Die KfW-Bankengruppe sieht große Risiken für deutsche Banken durch französische Geldinstitute.

Der für Wirtschaft zuständige CDU/CSU-Fraktionsvize Michael Fuchs, der erst vor wenigen Tagen Griechenland als pleite bezeichnet hatte, will künftig im Bundestag weiteren Hilfspaketen nur unter strengen Auflagen für Griechenland zustimmen. Für Griechenland „darf es keinen zusätzlichen Cent ohne Einhaltung der vereinbarten Auflagen mehr geben“, sagte Fuchs, „einem Griechenland-II-Paket würde ich ohne eine entsprechende tragfähige Grundlage nicht zustimmen“.

Hohe Risiken für deutsche Banken

Erhebliche Risiken durch mögliche Kreditausfälle sieht unterdessen die staatliche KfW Bankengruppe auf Banken in Deutschland zukommen. Nach Meinung von KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch könnten die deutschen Banken durch die stark in Griechenland engagierten französischen Banken in die Krise geraten. Irsch sieht für deutsche Institute „indirekte Risiken über ihr Engagement mit französischen Banken, die sich auf rund fünf Prozent des BIPs belaufen“. Und man wisse nicht, so Irsch, welche Forderungen betroffener Banken durch CDS-Swaps abgesichert seien und wer die Garantiegeber seien.

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Der KfW-Chefvolkswirt fordert daher nationale Maßnahmen zur Banken-Stabilisierung. Gefahr sieht Irsch zudem für die Top-Ratings Deutschlands und Frankreichs an den Finanzmärkten, sollten beide Länder noch höhere Haftungsrisiken übernehmen.

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