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Rezession: Griechische Arbeitslosenrate auf Rekordhoch

Quelle: Handelsblatt Online

Inzwischen ist mehr als jeder Fünfte Grieche ohne Arbeit. Vor allem jüngere Menschen sind betroffen. Zudem ist die Situation der Wirtschaft desolat: eine Zwickmühle für die Regierung in Athen.

Zunehmende Not: Ein Obdachloser in Athen. Quelle: dpa
Zunehmende Not: Ein Obdachloser in Athen. Quelle: dpa

AthenWegen des Sparzwangs und der Rezession sind so viele Griechen ohne Arbeit wie nie zuvor. Die Arbeitslosenquote kletterte im November auf das Rekordniveau von 20,9 Prozent, wie die am Donnerstag vorgelegte offizielle Statistik zeigt. Besonders schlimm sieht es demnach bei den Jüngeren aus: Fast die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen haben keinen Job. Das sind mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2008 vor der Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise.

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Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit in dem Land in etwa doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Euro-Länder. Dort betrug die Quote im November 10,4 Prozent. Diese Zahl ist allerdings anders als die für Griechenland saisonbereinigt.

Düster sieht es auch für die Konjunkturentwicklung aus. Die griechische Industrieproduktion fiel im Dezember um 11,3 Prozent. Damit beschleunigte sich der Rückgang deutlich. Im November lag er noch bei 7,8 Prozent.

Griechenland befindet sich in einer Zwickmühle. Um die dringend benötigten Milliardenhilfen der Währungspartner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu bekommen, muss die Regierung in Athen weitere tiefgreifende Einschnitte akzeptieren. Die Streichungen hemmen die Konjunktur, was zu geringeren Steuereinnahmen führt und zugleich zu höheren Sozialaufwendungen, weil immer mehr Menschen ihre Arbeit verlieren. Griechische Politiker warnen daher davor, das Land kaputtzusparen. Die Gewerkschaften machen seit langem gegen die Kürzungspläne mobil. Für Freitag und Samstag haben sie zu einem Generalstreik aufgerufen.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 09.02.2012, 16:36 UhrAnonymer Benutzer: Otto

    die Griechen können nur streiken, ansonsten fällt den Griechen nichts mehr ein. Sparen muss immer angesagt bleiben in Griechenland. Es krankt in dem Land vorallem, weil keine Strukturen eingeleitet werden u. Steuereinnahmen nicht konsequent nachgegangen werden u. weil viel zu viel Beamte eingestellt worden sind. Hier muss die EU unterstützend tätig werden. Auch ein Sonderkonto muss unbedingt eingerichtet werden. Nur so kommt die Wirtschaft in Griechenland wieder in Schwung.

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